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Description
Für die oberdeutschen Zisterzienser der frühen Neuzeit war die weltabgewandte Existenz ihrer mittelalterlichen Vorgänger bereits Geschichte. Im Rahmen der reichs- und ordenspolitischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Randbedingungen des 17./18. Jahrhunderts mussten Beziehungen gepflegt und tradierte Rechte verteidigt werden, einem epochenbedingt steigenden Bauaufwand Rechnung getragen und dem Dekorum von Ausstattung genügt werden. Der klausurfreie Wohn- und Amtssitz eines (Reichs-)Abtes - die hier hervorgehobene Prälatur - gewann an Repräsentation. Vestibüle, Stiegenhäuser, Tafelzimmer, große Säle, die Abtswohnung und ihr zugeordnete Gästezimmer boten Möglichkeiten der Äußerung eines Bildprogrammes mit gezielt unterlegten Botschaften, ob nun reichspolitisch, konfessionell-katholisch, zur Selbstlegitimation oder geistlich-zisterziensisch motiviert. Die Arbeit fragt nach Kategorien, Ordnungen und Qualitäten von Raum und Bild, in denen sich das Selbstverständnis oberdeutscher Zisterzienseräbte zwischen ursprünglich auferlegter Simplicitas und selbsterhaltend notwendiger Außendarstellung reflektierte.



