Description
Der Vortragszyklus vom Mai 1923 in Kristiania (Oslo), der zur Gründung der Norwegischen Anthroposophischen Gesellschaft abgehalten wurde, behandelt neben allgemein-anthroposophischen Themen wie Wesensglieder, Leben nach dem Tod, Mysterium von Golgatha auch speziellere wie Zeit- und Raumverhältnisse bei den vier Wesensgliedern, Entwicklung des Kindes und besonders auch die Festeszeiten Himmelfahrt und Pfingsten sowie die Notwendigkeit, ein neues Fest, ein Michaels-Fest zu schaffen als herbstlichen Gegenpol zum Osterfest im Frühling. Inhalt (Auswahl): Die Wesensglieder des Menschen in der Zeit zwischen Einschlafen und Aufwachen und zwischen Tod und neuer Geburt / Der Leib des Menschen, ein "Tempel der Götter" / Die Christus-Hilfe als Vermittlerin der moralischen Weltenordnung im Schlafe / Wollen und Denken, Vergangenheits- und Zukunftsschicksal des Menschen / Die Christus-Tat und das Todesrätsel / Die Notwendigkeit eines Michael-Festes als Korrelat zum Osterfeste / Welten-Pfingsten, die Botschaft der Anthroposophie Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 in Kraljevec (Königreich Ungarn, heute Kroatien), geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien und promovierte an der Universität Rostock mit einer erkenntnistheoretischen Arbeit, die mit dem Satz endet: «Das wichtigste Problem alles menschlichen Denkens ist das: den Menschen als auf sich selbst gegründete, freie Persönlichkeit zu begreifen.» Diese Überzeugung leitete ihn auch in seiner Tätigkeit als Goethe-Herausgeber in Weimar, als Schriftsteller, als Redakteur und Vortragsredner in Berlin, später in Dornach und an vielen anderen Orten Europas. Seine durch Bewusstseinsforschung erweiterte Sichtweise, die er «Anthroposophie» (Weisheit vom Menschen) nannte, ermöglichte es ihm, auf zahlreichen Lebensgebieten praktische und tiefreichende Impulse zu geben, stets mit dem Ziel einer spirituellen Erneuerung der Zivilisation. Nach der Trennung von der Theosophischen Gesellschaft, deren Deutscher Sektion er zunächst als Generalsekretär vorstand, wirkte bei der Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft mit. Im Goetheanum in Dornach bei Basel bekam die Gesellschaft ihr Zentrum «Freie Hochschule für Geisteswissenschaft». Als der Doppelkuppelbau aus Holz durch Brandstiftung zerstört wurde, stellte sich Rudolf Steiner an die Spitze der neu begründeten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner starb am 30. März 1925. Sein Werk umfasst neben zahlreichen geschriebenen Büchern Nachschriften von rund 6000 Vorträgen und ist in der «Rudolf Steiner Gesamtausgabe» zum großen Teil ediert.



