- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > History
- > regional history
Description
(Text)
DIE HUTTERISCHE WANDERUNG BEGANN IM 16. JAHRHUNDERT IN EUROPA UND ENDETE IM 20. JAHRHUNDERT IN KANADA Von Tirol über Mähren, Siebenbürgen und Russland nach Amerika - die Geschichte der Hutterer ist auch eine Geschichte über die jahrhundertelange Heimatsuche einer in ihrer Existenz bedrohten religiösen Gemeinschaft.Heute leben die Hutterer, die Nachkommen der Tiroler Richtung der Täufer, in Kanada und den USA. Ihr Name geht auf den Pustertaler Täufervorsteher Jakob Huter zurück, der 1536 wie viele seiner Gefährten seines Glaubens wegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die Hutterer gehören zur religiösen Bewegung der Täufer, die in der Reformationszeit in Tirol weit mehr Anklang fand als die Lehren Martin Luthers. Ein zentrales Element ihres Glaubens ist die Erwachsenen- oder Glaubenstaufe. Jeder Mensch soll frei über seine Taufe entscheiden; die Taufe unmündiger Kinder wird daher strikt abgelehnt.Schon bald nach der Glaubenstaufe in Zürich im Jahr 1525 - einem deutlichen Signal der neuen Glaubensgemeinschaft - kam es auch in Tirol zur Verfolgung der Anhänger. Kaiser Karl V. dekretierte 1529 in einem Mandat die Todesstrafe für die Täufer. Viele flüchteten in kleinen Gruppen nach Mähren, wo sie wegen ihres Fleißes willkommen waren und in Gütergemeinschaft lebten. 1533 wählten sie den Pustertaler Jakob Huter zu ihrem Vorsteher, der jedoch auf einer Reise nach Südtirol gefangen genommen und 1536 in Innsbruck auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.Astrid von Schlachta hat sich in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten mit den Täufern beschäftigt und bei zahlreichen Besuchen in Kanada und den USA auch das Leben der heutigen Hutterer kennen gelernt. Ihr Buch bietet einen Streifzug durch fast fünfhundert Jahre hutterischer Geschichte - von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart.AUS DEM INHALT: Eine fast 500-jährige ErfolgsgeschichteDie Täufer in Tirol - Eine Gemeinde unter ErfolgsdruckDie Gemeinde in Mähren - Erfolg, Wachstum und WohlstandAusweichen auf neue Räume - Eine Gemeinde im ÜbergangFrisches Blut aus Kärnten - Neuanfang und Neuorganisation in SiebenbürgenJesuitische Missionen und Niedergang der hutterischen Gemeinde in OberungarnHutterer, rekatholisierte Hutterer, Herrnhuter und Mennoniten - Eine Gemeinde in InteraktionDie Hutterer in Nordamerika - Zwischen Tradition und AufbruchDie Hutterer - Kultur und Glauben auf dem Weg ins 21. JahrhundertQuo vadis im 21. Jahrhundert?Die Hutterer des 21. Jahrhunderts - von innen heraus. Wie Hutterer ihr Leben beschreibenDie Vorsteher der hutterischen Gemeinde 1533-1855
(Author portrait)
Dr. Astrid von Schlachta ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) an der Universität Regensburg. Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Innsbruck, Promotion an der Universität Mainz 2002 am Institut für Europäische Geschichte, 2004-2006 Post-Doc-Stipendium im Internationalen Graduiertenkolleg "Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert" mit einem Projekt zur "Politischen Kommunikation der Täufer"



