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Description
Wie glücklich macht ein gutes Geschäft?
Nach sechzig Tagen entbehrungsreicher Fahrt ankert ein junger Kapitän vor einer fruchtbaren Tropeninsel. Vom Pech verfolgt und in Geschäftsdingen nicht sehr beschlagen, hofft er, sich diesmal eine einträgliche Fracht zu verschaffen. Kaum ist das Schiff vertäut, kommt ein Kaufmann an Bord. Wer ist dieser Jacobus, über den so manches unvorteilhafte Gerücht kursiert? Als der Kapitän in Not gerät, lockt Jacobus ihn in sein Haus, zu seiner betörend schönen Tochter, die lange kein Mensch zu Gesicht bekommen hat. Die Sinne vernebelt, geht der Kapitän bald ein Geschäft ein, das ihm nicht (nur) zum Glück gereicht ...
Mit wenigen, meisterhaft eingesetzten Mitteln und in einer so dichten und bildreichen Sprache wie schon in Das Herz der Finsternis hat Joseph Conrad eine bis heute gültige Parabel über große Fragen der Menschheit geschaffen: Was ist Moral, was Erfolg, was Glück?
Joseph Conrad, eigentlich Józef Teodor Konrad Korzeniowski (1857-1924), zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Als Sohn polnischer Eltern in Russland aufgewachsen, heuerte er mit siebzehn Jahren zum ersten Mal als Seemann an und reiste zunächst auf französischen, dann auf britischen Handelsschiffen. Im selben Jahr, in dem er sein Kapitänspatent erhielt, wurde ihm die britische Staatsangehörigkeit verliehen. Über seine Erfahrungen auf dem Flussdampfer Roi des Belges schrieb er seine weltberühmte Erzählung Das Herz der Finsternis. Von 1893 an lebte er in England als freier Schriftsteller. Manfred Allié, geboren 1955 in Marburg, übersetzt seit 20 Jahren Literatur, u.a. Edith Wharton, Scott Bradfield, Ralph Ellison, Richard Powers, Yann Martel, Michael Innes und Patrick Leigh Fermor, den er »kongenial übersetzt« hat (Hardy Ruoss, Literaturclub). Für seine Übersetzung von Patrick Leigh Fermors Die Zeit der Gaben erhielt er 2006 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis. In seiner Übersetzung erschienen zudem Zwischen Wäldern und Wassern sowie Der Baum des Reisenden und Mani (alle drei zusammen mit Gabriele Kempf-Allié), Drei Briefe aus den Anden, Die Violinen von Saint-Jacques und Rumeli von Patrick Leigh Fermor sowie Der Prüfstein von Edith Wharton und Der verschwundene Kater von Mary Gaitskill.»Ohne ihn kein Hollywood: Joseph Conrad seziert in seinen Romanen und Erzählungen erstmals die Abgründe und Ungewissheiten der Moderne.« Jens Jessen / Die Zeit
»Dieser Text von Joseph Conrad wirft die Frage auf, was Glück überhaupt ist. Wie könnte man dieses Wort definieren? Ist es eine schicksalhafte Begegnung? Der günstige Ausgang eines Ereignisses? Ein Gefühl? Ein vierblättriges Kleeblatt?« Ute Krupp / Deutschlandfunk



