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Description
Haruki Murakami (*1949) gilt als erfolgreichster zeitgenössischer Autor Japans. Früh brach er mit der klassischen Erzählkunst seines Heimatlandes, indem er sich stilistisch auch an die Pop-Kultur anschmiegte. Halb in der Realität, halb im Fantastischen angesiedelt, bildet in diesen Lesewelten Musik häufig ein Scharnier. In vielen Werken Murakamis schimmern hinter dem Text Tonspuren durch, die hier in den Fokus gerückt werden.Mit seiner Frau eröffnete Murakami nach dem Studium einen gemeinsamen Jazz-Club, in dem er auch seine ersten Veröffentlichungen zu Papier brachte, ehe er sich dazu entschloss, freischaffender Schriftsteller zu werden. Nach dem Ringen um einen eigenen Stil beschrieb der Autor seine Textarbeit mehrfach mit einer musikalischen Improvisation - kein Wunder also, dass Musik in seinem Schaffen eine besondere Rolle einnimmt. Welche Macht diese in Murakamis Werken hat, wird anhand zahlreicher Zitate und Interpretationsansätze dargestellt. Zudem kann die Sogkraft seiner Fiktion an frei erfundenen Aufnahmen nachvollzogen werden, indem gezeigt wird, dass sich Musikerinnen und Musiker durch seine Texte dazu inspirieren ließen, das Fiktive real erklingen zu lassen. Klang und Wort - WechselspieleI. Murakami als Musikvermittler1. Die Klänge der Texte1.1 Stille kann man hören und spüren1.2 Eine international verständliche Sprache1.3 Leitfaden durch dieses Buch2. Der Autor als Sprachmusiker?2.1 In Text gefasste Improvisation2.2 Spiel mit Dissonanzen2.3 Murakamis populäre Musik-SpracheII. Klingende Wegweiser1. Weltenbummler: Funktionen der Musik in Murakamis Texten1.1 Das Heraufbeschwören bestimmter Atmosphären1.2 Erzählzeit vs. erzählte Zeit1.3 Das Aufblättern von Bedeutungsebenen1.4 Hypertextuelle Verflechtungen anhand musikalischer Leitmotive2. Vom schrägen Pfeifen und schnarrenden Vögeln2.1 Der Ariadnefaden im Schnabel der diebischen Elster2.2 Der verstummte Vogel als Prophet2.3. Fluchtpunkt Realität3. Tod und Verderben, mit ein wenig Hoffnung3.1 Janáceks Sinfonietta - vermittelnd zwischen Liebe und Tod3.2 Nicht nur im Hintergrund werden die Fäden gesponnen3.3 Ein Wegweiser zur utopischen Vereinigung3.4 Das Idyll des flüchtigen FriedensIII. Erinnerungen verfallen1. Nostalgisches Irren - die Odyssee Tsukuru Tazakis1.1 Farbenfrohes Pilgern zwischen den Zeilen1.2 Tsukurus farbloses Leben1.3 Perspektivwechsel durch mutiges Interpretieren2. Das Hirn und seine ungewisse Erinnerung2.1 Zur Vergegenwärtigung von Vergangenem2.2 Naturgeräusche und der Bruch einer Idylle2.3 Ein Gefängnis der Freiheit2.4 Leben in der Schattenwelt2.5 Kultur als Ergebnis von Gegensatz-Beziehungen3. Gedächtnisstützen und Interpretationsspielräume3.1 With the Beatles3.2 Musik ist AuslegungssacheIV. Echokammern1. Zur Bewertung verschiedener Musikstile1.1 Über gute Musik und abschätzige Beurteilungen1.2 Hören und Zuhören2. Rezeptionsgeschichten und Maskenspiele2.1 Der Autor hinter den Zeilen2.2 Über Geschmack lässt sich streiten2.3 Zu neuen Ufern trotz alter Gewohnheiten?3. Wunschmusik: erfundene Interpretationen und fiktive Kompositionen3.1 Beethoven führt Charlie Parker durch Südamerika3.2 The Boy from Ipanema3.3 Metonymische Verschiebungen und der ferne GeliebteV. Am eigenen Ich vorübergehen1. Der Hunger nach kulturellen Gütern1.1 Wie Musik Leben verändern könnte1.2 Vom Erfolg verwöhnt, aber nicht satt1.3. Ideale reflektierenPhantasievolles Wechselspiel von Worten und KlängenAnhangAuswahlbibliographieRegister



