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Description
Die Weimarer Republik ist nicht nur für die politische Geschichte Deutschlands bedeutsam, sondern genauso für die Entwicklung von Kunst und Literatur im 20. Jahrhundert.Die Weimarer Kultur war eine des Experiments. Das Wechselspiel der Künste und Medien ist das kulturell Besondere dieser Ära, es setzte in Literatur, Theater und Film, in Architektur, Fotografie, Musik und bildender Kunst kulturelle Standards, die bis heute Gültigkeit besitzen. Die vorliegende Kulturgeschichte nimmt die 1920er Jahre daher in ihren mannigfaltigen Entwicklungen und Lebensäußerungen in den Blick. Weimar ist das Symbol einer innovativ und soziologisch breit wirkenden Populär- und Medienkultur. Diese nahm ihren Ausgang von den Prozessen der Politisierung und Demokratisierung der Gesellschaft und wirkte entsprechend in der Metropole Berlin, aber auch in den anderen Regionen Deutschlands. Unter der Frage, ob Weimar tatsächlich ein "Tanz auf dem Vulkan" war, werden die Weimarer Jahre weder als eine Gesellschaft der Krise mit fast zwangsläufigem Scheitern noch als Inkubationsphase des Nationalsozialismus erfasst. Stattdessen lässt sich die Autorin von der Idee leiten, dass die 1920er Jahre zwar nicht 'golden' waren, aber kulturell und vielfach auch gesellschaftlich hochmodern und stilbildend bis in die Gegenwart wirken. InhaltI.Die Weimarer Gesellschaft, Kultur und Literaturim UmbruchWeimar: Eine Kultur in der Krise?"Dramatisches Laboratorium" oder "Laboratorium Vielseitigkeit"?"Republikaner ohne Republik" und VernunftrepublikanerDie ,Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen' - Vielfalt als PrinzipKriegserfahrung und Modernisierungsschub,,Demokratie ohne Gebrauchsanweisung" - demokratisch-republikanische KunstII.Kulturkritische KontroversenGeistesaristokraten und konservative RevolutionäreMythische Magie statt rationaler ModemeDie ,Wunde Berlin': Volkhafte Dichtung statt AsphaltkulturIII.Kultursoziologische Konstellationen,Agenten der Modernisierung': Die AngestelltenWeimars proletarische Linkskultur: BPRS, ProletkultDie ,Fröste der Freiheit': Weibliche PioniereIV.Ästhetische DebattenAntiexpressionismus in Weimar: Kultur des SachlichenGesellschaftskunst gegen WortartistikReflexiver EssayismusKollektivismus versus IndividualismusVon den Zauberbergwelten ins großstädtische ,Flachland'Dichter versus Schriftsteller: Debatten um die AutorschaftV.Großstädtische Lebenswelten - urbane KulturBerlin, das Chicago und Moskau EuropasMetropolenkultur: ,,Junge Leute in der Stadt"StadtflanerienSportweltenGendercrossing: ,Krise der Männlichkeit' - Neue WeiblichkeitVI.Massenkultur - Kultur für die MasseWeimar: Die erste MassenkulturZerstreuungskulturDie "Dichtung unserer Zeit": Das Massenmedium KinoDemokratische GebrauchskunstDer ,Nutzwert' der LyrikErzählte Geschichte und GeschichtenDie Schriftsteller und ihre Republik: Der Sonderweg Heinrich MannsVII.Funktionale Ästhetik und MaterialkunstDie "Freude am Gegenständlichen"Die "Neuproduktion des Objekts"Bauhauskonzepte: ,,Kunst und Technik - eine neue Einheit"Der Wert des Funktionalen: Sachliche MaterialkunstDas Primat des Visuellen oder das "Photographiergesichtder Modeme"Die Magie der Oberfläche, der Reiz des TransparentenVIII.Intermediale DiskurseMedienrepublik Weimar: Intermedialität als Signum der EpocheLiteratur und PublizistikFilm und Theater"Schreiben wie Film"Montagekunst"Mutterboden jeder Literatur": Literatur und RundfunkIX.TheaterexperimenteTheater der Republik, Republikanisches TheaterDadaistische AktionsbühnenKulinarisches Theater: Das Reinhardt-Schauspiel"Los von Reinhardt!": Leopold Jessners RegietheaterZeitdramatikRevuekultur und KabarettkunstPolitisches Dokumentartheater: Agitprop und Piscator-BühneZeitstücke auf der intermedialen BühneZeitoperMusiktheater: Dreigroschenoper, Mahagonny-OperEpisches Theater Die Bauhausbühne Oskar Schlemmers Triadisches Ballett "Tanzkurven" - Bauhaus und moderner AusdruckstanzX.Weimar - ein Tanz auf welchem Vulkan? Anhang Dank AnmerkungenLiteraturverzeichnis Bildnachweis Personenregister Sabina Becker ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie gilt als eine der führenden Vertreterinnen der Moderneforschung und ist seit 30 Jahren Herausgeberin des "Jahrbuchs zur Kultur und Literatur der Weimarer Republik" im Verlag edition text + kritik.



