- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > Linguistics
- > general surveys & lexicons
Description
Genderlinguistische Studien zu verschiedenen Sprachen hatten seit den 1970er-Jahren gezeigt, dass die Verwendung maskuliner Formen zur genderunspezifizierenden Benennung von Personen (androgenderndes Maskulinum) Frauen als Genderidentität unsichtbar macht und somit benachteiligt. Auf diesen Ergebnissen und der kritischen Betrachtung wichtiger Studien aufbauend wird im Rahmen des vorliegenden Buches eine Perzeptionsstudie durchgeführt, an welcher 740 Probanden in Albanien teilgenommen haben. Die Studie kommt zu im Wesentlichen gleichen Ergebnissen für das Albanische und konstatiert ebenso die signifikante Wirkung von Sprachformen, z.B. androgenderndes ( generisches ) Maskulinum auf die Genderwahrnehmung von Personen. Der Perzeptionsstudie vorgelagert ist eine Produktionsstudie, bestehend aus Literatur- und Medienanalyse. Neben umfangreichem Textmaterial aus einer überregionalen Tageszeitung wurden sprachnormierende Regelwerke analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass in der albanischen linguistischen Fachliteratur noch ein konservatives und stereotypes Verständnis von Genderrollen vorherrscht und es an genderlinguistischen Arbeiten zum Albanischen mangelt. Die vorliegende Arbeit ist die erste Studie dieser Art, mit der aus emanzipatorischer Sicht nun eine empirisch gesicherte Aussage über Frauen diskriminierenden Sprachgebrauch in Albanien vorliegt, die als fundierte Grundlage für künftige Forschungen und für strategische Sprachveränderungsvorschläge für gendersensiblen Sprachgebrauch im Albanischen dienen kann.
Einführung.- Sprachwissenschaftliche Diskussion zum Thema Gender und Sprache in Albanien.- Die Produktion personaler Appellation im Albanischen unter dem Aspekt Gender.- Die Genderunspezifizierung personaler Appellation im Albanischen.- Die Perzeption personaler Appellation: Wirkung von Sprache auf die Konzeptualisierung von Gender.- Empirische Untersuchung zur Perzeption personaler Appellation unter dem Aspekt Gender in der albanischen Sprache.- Abschließendes Fazit und Ausblick.
Delina Binaj studierte Germanistik und Translationswissenschaften an der Universität Tirana und an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Geschlechterstudien am Rosa-Mayreder-College in Wien. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt Gender und Sprache in Südosteuropa und promovierte im Jahr 2024 an der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen umfassen Genderlinguistik, Soziolinguistik, Diskursanalyse, Albanologie, Translation. Germanistik und Geschlechterstudien.



