Description
In diesem Buch werden die philosophischen, theologischen und kulturellen Aspekte des Todes untersucht, wobei der Schwerpunkt auf indischen Glaubensrichtungen wie Hinduismus, Buddhismus und Jainismus und deren Sichtweisen auf Sterblichkeit und Befreiung liegt. Die Studie wendet eine hermeneutische und multidisziplinäre Methodik an, um diese Sichtweisen denjenigen des Judentums, des Christentums und des Islams gegenüberzustellen. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Stadt Banaras (Varanasi), die als heiliger Ort des Todes und des spirituellen Übergangs gilt. Banaras wird heute als wichtiges religiöses Zentrum Indiens betrachtet, da es über lange Zeit hinweg zahlreiche Anhänger, Pilger und Gläubige angezogen hat. Ihre grundlegende Bedeutung liegt vor allem in ihrer wegweisenden Verbindung zur hinduistischen Mythologie, in der sie verehrt und in religiösen Schriften als heilig angesehen wird. Deutsche Intellektuelle begannen seit dem späten 18. Jahrhundert, sich intensiv mit den mythologischen, philosophischen und religiösen Schriften des Hinduismus zu beschäftigen. Das Fach Indologie wurde an deutschen Universitäten eingeführt. Die Indologie untersuchte komplexe Konzepte und Traditionen des Hinduismus, was dazu beitrug, das Verständnis der indischen Kultur und ihres Einflusses auf die westliche Philosophie zu vertiefen. Dieser interkulturelle Austausch hat das Verständnis für indische Denkweisen verbessert und auch eine kritische Auseinandersetzung mit den philosophischen Traditionen Europas angeregt.
Einleitung und Übersicht zur Arbeit.- Zur Begriffsbestimmung des Todes.- Thematik des Tods und der Unsterblichkeit in Fremde Schwestern und Unberührbar: Mein Leben unter den Bettlern von Banaras.- Tod und Todesrituale am Verbrennungsort.- Schlussfolgerung.- Glossar.- Bibliographie.
Dr. Satya Prakash arbeitet derzeit als Assistenzprofessor am Institut für Germanistik der Banaras Hindu University. Er ist Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung. Er hat zahlreiche Artikel in Indien und im Ausland vorgestellt und veröffentlicht. Seine Forschungsinteressen umfassen Reiseliteratur, Traumastudien, interkulturelle Studien, Orientalismus, vergleichende Literaturwissenschaft und Didaktik.



