- ホーム
- > 洋書
- > 英文書
- > Philosophy
Full Description
Mit dem vorkantischen Begriff des Sensus communis verbindet sich das Potenzial, das Verhältnis von Kunst, Moral, Politik und Geschichte neu zu bestimmen. Im Zuge ästhetischen Denkens ruft er zugleich die Möglichkeit der Gestaltung einer ganzen Gesellschaft auf. Die Auseinandersetzung mit dem Begriff reagiert auf aktuelle Fragestellungen in der philosophischen Ästhetik, deren Konzepte von postkolonialen, queer-feministischen und planetarischen Diskursen herausgefordert werden. Wie stellt sich das Gemeinsame und Allgemeine vor dem Hintergrund des Einzelnen und Besonderen heute dar? Die Beiträge des Sammelbands diskutieren Positionen der frühen europäischen Ästhetik im 18. Jahrhundert und setzen sie in Bezug zu gegenwärtigen kunstphilosophischen und postkolonialen Fragestellungen. Mit Blick auf die Vorgeschichte der Disziplin der Ästhetik erschließt der Band Perspektiven für ihre Weiterentwicklung und befragt den Begriff zugleich auf seine aktuelle Relevanz.
Contents
Judith Siegmund: Das gemeinsame Gute als universelles Programm. Zur frühen europäischen Ästhetik und der Möglichkeit ihrer postkolonialen Wiederentdeckung heute.- Guido Staudacher: Was macht das Wir oder Ich aus? Shaftesburys Begriff des Charakters.- Rachel Zuckert: Humor und Enthusiasmus bei Shaftesbury und Hutcheson.- Marcello Ruta: Hutchesons Wohlwollen contra Mandevilles Selbstliebe: Ästhetische und ethische Aspekte einer grundlegenden anthropologischen Querelle.- Frauke Berndt: Ästhetische Gemeinschaften. Die Begründung der praktischen Ästhetik in A. G. Baumgartens deutschsprachigem Korpus.- Bernd Haberl/Elisabeth Makovec: Eine Welt, mögliche Welten - die erkenntnistheoretische Tragfähigkeit des inneren Sinns bei Baumgarten und Shaftesbury.- Elisabeth Makovec/Bernd Haberl: Die Anmut der Handlungen und der Gedanken. Sensus communis und sinnliche Vollkommenheitserkenntnis in den Ästhetiken Shaftesburys und Baumgartens.- Thomas Telios: Giambattista Vicos transmoderner Begriff des Gemeinsinns: Zu den aktuellen, konkret-utopischen Verheißungen einer verpassten Moderne.- Lorenz Mayr: Vicos Begründung der Ästhetik in der Geschichte und ihre Bedeutung für eine Kunstphilosophie der Gegenwart.



