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Full Description
Seit Mai 2023 gibt es das Deutschlandticket als bundesweit gültiges Nahverkehrsabonnement zum Preis von zunächst 49 EUR/Monat, ab 1. Januar 2025 58 EUR/Monat und seit dem 1. Januar 2026 nunmehr 63 EUR/Monat. Das Deutschlandticket hat nicht nur die Nahverkehrsausgaben für viele auf den ÖPNV angewiesene oder diesen aus freien Stücken nutzende Fahrgäste zum Teil erheblich gesenkt, sondern vielmehr die Nutzung von Bus und Bahnen erheblich vereinfacht: Statt der Kenntnis unterschiedlicher Tarifstrukturen und Beförderungsbedingungen für über den eigenen Tarifraum hinausgehenden Fahrten reicht jetzt der Abschluss eines Abonnements für das Deutschlandticket, das zudem monatlich kündbar ist. Was viele Nutzer des ÖPNV erfreuen dürfte, hat für die Erbringer der Nahverkehrsleistungen gravierende Folgen: Die Fahrgeldeinnahmen der bisherigen Stammkunden, die jetzt ins Deutschlandticket gewechselt sind, brechen dramatisch ein und die Organisation des ÖPNV verändert sich schlagartig. Handelte es sich beim ÖPNV bisher um ein lokal bzw. regional begrenztes Dienstleistungsangebot, d.h. sowohl der Kauf als auch die Leistung erfolgten in einem begrenzten Raum, können die Deutschlandtickets in München gekauft, aber in Flensburg genutzt werden. Das hat Auswirkungen auf den Vertrieb ebenso wie auf die Einnahmenaufteilung, auf die Kontrollmöglichkeit der Tickets ebenso wie auf deren Attraktivität in Abhängigkeit vom Angebot. Das Deutschlandticket ist in der Nutzung einfach, aber in seiner Governance komplex. Das gilt für die Finanzierungsgrundlagen ebenso wie für die Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen den einzelnen Akteuren. In dem vorliegenden Buch sollen diese Aspekte des Deutschlandtickets sowohl aus Sicht der Fahrgäste als auch der Verkehrsunternehmen, der Rechtspraxis als auch der Wissenschaft beleuchtet werden. Im Fokus steht dabei die Frage, welchen Nutzen das Deutschlandticket letztlich stiftet und ob sich daraus auch zusätzliche Finanzierungsbeiträge ableiten lassen.
Contents
Die Genese: Vom 9-Euro-Ticket zum Deutschlandticket - bundesweite Flatrate-Tickets als Revolution der Nahverkehrsorganisation in Deutschland.- Die Finanzierung des Nahverkehrs unter besonderer Berücksichtigung des Deutschlandtickets - staatliche Ausgleichsleistungen und Beiträge der Nutzer.- Der Rechtsrahmen des Deutschlandtickets: Organisierte Verantwortungslosigkeit im föderalen Bundestaat einschl. privatrechtlicher Fragen der Nutzerfinanzierung.- Die Umweltbilanz des Deutschlandtickets: Anreiz zum Mehrverkehr oder für eine Verkehrsverlagerung - Worin besteht das eigentliche Ziel des Deutschlandtickets?.- Die technische Umsetzung des Deutschlandtickets - von der Ticketausgabe bis zur Einnahmenaufteilung: Digitalisierung schlägt Praktikabilität und Akzeptanz?.- Das Deutschlandticket als Treiber von Fortschritt: Für wen und zu welchen Kosten?.- Ausblick und Prognose: Wie weiter mit dem Deutschlandticket - Nutznießerfinanzierung als zusätzliche Finanzierungsäule?.



