Description
Der Sammelband vermittelt unterschiedliche Ansätze und Perspektiven hinsichtlich der Analyse der Präsentation von Sport im Film. Er befasst sich mit Merkmalen der spiel- und dokumentarfilmischen Darstellung sportlichen Geschehens und erläutert Beziehungen zwischen dem Sportfilm und Darstellungen anderer Genres und Medien. Die Beiträge widmen sich unter anderem der Trainingsmontagesequenz im Sportfilm, der Inszenierung von Wissen über die Szene des Skateboardings, Boxberichten in westdeutschen Wochenschauen im Kino während der 1950er-Jahre, dokumentarischen Filmen zur Tour de France, dem Verhältnis von Sportfilm und Kungfu-Film sowie der Darstellung von Sport im Musikvideo.
Einleitung Filmische Darstellung von Sport.- Gegen jede Regel Sport Sport im Film Sportfilm.- Stilisierte Körperlichkeit Streetballinszenierungen als Kontaktzonen von Film und Sport.- Auflösungen in der Zeit und Bilder der Vergemeinschaftung Flow als ästhetisches Erleben und filmische Wahrnehmungsmodalität im Sportfilm am Beispiel von Miracle.- Inszenierung urbaner Praktiken und szenespezifischer Wissensbestände Skateboarding im Kurzfilm Belong.- Gegen Faschismus Zur filmischen Repräsentation des Arbeiterwehrsports in der Zwischenkriegszeit.- Große Kämpfe in kurzen Berichten Boxsport in der westdeutschen Kinowochenschau der 1950er Jahre.- Neue Ansichten und alte Leiden Die dokumentarische Konstruktion des Radsportspektakels in Tortur de France und Vive le Tour.- Same but different Visions on Visions of Eight Die Olympischen Spiele 1972 in acht Filmepisoden.- Dramaturgie Körper und Authentizität im Kungfu und Martial Arts Film Filmische Inszenierungen zwischen Kampfkunst und Kampfsport.- Schlagzeugspielen als Sport Zur sportiven Inszenierung von Musik in Whiplash oder ein Musikspielfilm im Modus des Sportfilms.- The Heavy Entertainment Show Sport als Gegenstand des Musikvideos.
Dr. Simon Rehbach ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln.
Trotz seiner ungemeinen, seit vielen Jahrzehnten andauernden Produktivität zählt der Sportfilm zu den vielfach vergessenen, ja wortwörtlich übersehenen Genres der Film- und Medienwissenschaften, welches geradezu darauf wartet, in (un-)regelmäßigen Abständen von Forschenden (wieder-)entdeckt zu werden ... Dieses äußerst lesenswerte Arrangement vielfältiger Perspektiven und Zugänge zeigt eindrucksvoll, dass der Sportfilm auch in Zukunft weit mehr Aufmerksamkeit verdient hat als ihm bislang zuteilwurde. Es bleibt folglich zu hoffen, dass er nicht (erneut) in Vergessenheit gerät ... (Eric Dewald, in: MEDIENwissenschaft, Jg. 43, Heft 1, 2026)



