Description
(Text)
"Perspektive" und "Perspektivität" meinen in der Malerei Sichtachse und Horizont und geometrisch-visuelle Konstruktion der Wirklichkeit. Als Erzählperspektive dienen sie der Steuerung von Information und bezeichnen ein kognitives Konstrukt. Diese konzeptuelle Grenze lässt sich jedoch überwinden, wenn das eine Konzept zum Modell des anderen wird. In einem historisch eingrenzbaren Zeitraum bemüht sich die erzählende Literatur um die Imitation räumlicher Perspektivität nach dem Vorbild der Malerei. Dabei lässt sich zeigen, dass "räumliche Perspektivität" keine realweltlich angelegte Struktur ist, sondern vielmehr ein kulturell erworbenes Schema der Konstruktion.
(Author portrait)
Georg Petz, geboren 1977 in Wien, aufgewachsen in Pöllau bei Hartberg. Seit 1996 Studium der Anglistik und Germanistik in Graz. Seit 1993 Mitglied der Literaturwerkstatt Graz mit diversen Veröffentlichungen in den Werkstattalmanachen. Text und Komposition der Musical-Produktion "17. 9." sowie von 1999 - 2001 Mitarbeit u. a. als Chefredakteur an der ÖH-Zeitung "punkt."



