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Description
Pytheas von Massalia unternahm um 320 v. Chr. eine Fahrt in Europas Norden. Sein fragmentarisch erhaltener Reisebericht war in der Antike umstritten. Kritiker hielten Pytheas fr einen Lgner, andere schtzten ihn als Wissenschaftler. Der Autor diskutiert diese Kontroverse und ermittelt Zweck und Verlauf der Reise sowie die Lage der Insel Thule.
Pytheas, ein Bürger aus dem griechischen Massalia, dem heutigen Marseille, unternahm im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts v. Chr. eine Reise in den damals noch weitgehend unbekannten Norden Europas. Sein heute nur noch fragmentarisch erhaltener Reisebericht war unter den Gelehrten der Antike Gegenstand kontroverser Diskussionen. Die einen hielten den Bericht für erfunden und stellten Pytheas auf eine Stufe mit Verfassern utopischer Reiseromane, die anderen schätzten ihn als Wissenschaftler, der bedeutende Beiträge zur Astronomie und Geographie seiner Zeit geleistet hatte. Der Autor setzt sich mit beiden Bewertungen kritisch auseinander und gelangt zu einem durch die Fragmente gut abgesicherten Urteil hinsichtlich des Zwecks und der Ergebnisse der Reise sowie zu deren Dauer und räumlichen Erstreckung. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Kunde von der mit Pytheas' Namen verbundenen Insel Thule und die verschiedenen Ansätze, ihre Lage im Nordmeer zu bestimmen.
1. Einführung und Aufbau - 2. Übersicht über die Fragmentinhalte - 3. Kritik am Reisebericht des Pytheas in der Antike - 4. Pytheas und die Frage nach der Herkunft des Zinns in der Antike - 5. Das Britannien des Pytheas und die Geographie der Antike - 6. Pytheas und die Breitentafel des Hipparchos - 7. Mutmaßungen über Thule - 8. Pytheas und die Bernsteininsel Abalus - 9. Résumé - 10. Anhang: Die Arktischen Kreise und der Polarkreis - 11. Bibliographie - 12. Abbildungsverzeichnis, Liste der TabellenPeter Braun-Angott studierte Physik an der Universität Bonn und der TU Darmstadt. 1972 promovierte er zum Dr. rer. nat. an der RWTH Aachen und war anschließend am VDEh-Betriebsforschungsinstitut in Düsseldorf tätig. Ab 1986 war er Professor für Mathematik an der damaligen Universität-Gesamthochschule Duisburg, ab 1991 an der FH Düsseldorf. 2009 begann er ein Studium der Gräzistik an der Universität Düsseldorf und promovierte 2022 zum Dr. phil.



