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Description
Ist die Verleihung eines Literatur-Nobelpreises überhaupt jenseits des Politischen möglich? Anhand der in diesem Band besprochenen Nobelpreisträger:innen polnischer wie deutscher Provenienz wird deutlich, dass die Kriterien des Testaments Alfred Nobels nicht ausreichen, um politische Instrumentalisierung von Literatur zu verhindern.
Europäische Nachbarschaft ist jenseits des Politischen kaum denkbar. Dies gilt auch für Polen und Deutschland einschließlich ihrer Literaturen und literarischen Felder. Im vorliegenden Sammelband wird daher u. a. der Frage nachgegangen, ob die Verleihung eines Literatur-Nobelpreises jenseits des Politischen überhaupt möglich ist - hatte Alfred Nobel doch gerade dies in seinem Testament vorgesehen. Anhand der in diesem Band chronologisch vorgestellten, mit dem Nobelpreis geehrten Autorinnen und Autoren polnischer wie deutscher Provenienz wird deutlich, dass die Kriterien des Nobelschen Testaments jedoch nicht ausreichen, um politische Indienstnahmen auszuschließen. Denn das Testament unterliegt, wie jedes andere Schriftwerk auch, hermeneutischen und diskursiven Operationen und somit auch politischen Konjunkturen und dem jeweiligen Zeitgeist. Exemplarisch zeigen dies die Fallstudien des vorliegenden Sammelbandes.
Vorrede - Przedmowa - Michael Düring (CAU Kiel): Literaturnobelpreise - Laureaten der Slavia und die Politik - Michael Düring (CAU, Kilonia): Literacka Nagroda Nobla - slowianscy laureaci w kontekscie politycznym - Krzysztof Trybus (UAM, Poznan): Ein Nobelpreisträger im Kreuzfeuer der Kritik. Sienkiewicz heute (und gestern) - Maciej Junkiert (UAM, Poznan): Rewoljucje Reymonta - Agata Stankowska (UAM, Poznan): Die Bewohner des "weißen Flecks" (Czeslaw Miloszs Ansichten über den Westen) - Jerzy Kalazny (UAM, Poznan): Grass "auf polnisch". Auf verschlungenen Wegen seiner Rezeption in Polen - Ingo Irsigler (CAU, Kiel): Der lange Weg zum Literaturnobelpreis. Günter Grass und der westdeutsche Literaturbetrieb der Nachkriegszeit - Katarzyna Kuczynska-Koschany (UAM, Poznan): Czas-analfabeta i przestrzen-erudytka w myslach i fabulach Olgi Tokarczuk - Rebekka Wilpert (CAU, Kiel): Über die Initiation durch Lesen, das Handwerk des Schreibens und die Verantwortung des Übersetzens in Olga Tokarczuks Essayband "Übungen im Fremdsein" - ein Kommentar - Über die Autorinnen und Autoren
Michael Düring ist seit 2006 Professor für Slavistische Kultur- und Literaturwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Er forscht zur polnischen, russischen und tschechischen Literatur.
Miriam Völkel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Slavistische Kultur- und Literaturwissenschaft an der CAU zu Kiel. Sie promovierte zur Bedeutung literarischer Spin-Offs als Sonderformen serieller Narration.



