Description
Im Buch wird erforscht, wie junge Menschen bosnischer/bosniakischer Herkunft ihre Identitäten in Berlin konstruieren. Die Ergebnisse zeigen, welche Bedeutung ihre pluralistischen Einstellungen und Verortungen vor dem Hintergrund des Bosnienkrieges sowie Integrationsdebatten um ,,Muslime" und Vielfalt haben.
Aldina Cemernica erforschte mit der qualitativen Interviewmethode Identitätskonstruktionen junger Menschen bosnischer/bosniakischer Herkunft in Berlin. Während des Bosnienkrieges in den 1990er-Jahren flohen hunderttausende Menschen aus Bosnien und Herzegowina nach Deutschland. Die Autorin ging unter anderem der Frage nach, welche Auswirkungen die Flucht sowie Kriegsfolgen auf die jüngere Generation in der Diaspora haben. Sie analysierte dabei, welche Verortungen ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in der pluralistischen Gesellschaft Berlins vornehmen und welche Rolle möglicherweise Fremd- und Selbstzuschreibungen im Kontext der Vorstellungen von europäischer Identität, der Vielfalt und der Muslime als die ,,Anderen" spielen.
Einleitung: Die Vergessenen Bosnische Gefluchtete in Deutschland - Theoretischer Rahmen und bosnische Muslime als Fallbeispiel - "Migrationshintergrund" als Forschungsobjekt -Empirische Forschung: Bosnien, das (un-)bekannte Land - FAZIT - ANHANG - LITERATUR
Aldina Cemernica studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Slawistik, Germanistische Linguistik und Kulturen Mittel- und Osteuropas. Im Jahr 2022 promovierte sie an der Sprach- und literaturwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist derzeit tätig als Referentin bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Ihre Forschungsinteressen umfassen Diversität, Migration, Flucht, Identität sowie Erinnerungskultur.



