Description
Zum antifaschistischen Leitbild der DDR gehörte die Erinnerung an die nationalsozialistische Herrschaft. Eine zentrale Rolle spielten hierbei die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen. Doch in welchem Umfang nutzte die DDR die Erinnerung für ihre Politik? Wie wurde diese "Erinnerungspolitik" der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung angepasst? Welchen Einfluss hatten dabei der Kalte Krieg und das Verhältnis zur Bundesrepublik? Anhand der Berichterstattung des SED-Zentralorgans "Neues Deutschland" über die Feiern zur Befreiung der Konzentrationslager untersucht die Autorin die propagandistische Nutzung dieser Gedenkstätten und zeigt auf, wie in der DDR die Erinnerung von der Politik und für die Politik instrumentalisiert worden ist. Inhalt: Erinnerungspolitik - Verknüpfung von Staat und Erinnerung - Instrumentalisierung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten - Buchenwald - Ravensbrück - Sachsenhausen - Berichterstattung - Neues Deutschland - Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager - Kalter Krieg - Antifaschismus - Propaganda - Inhaltsanalyse - DDR. Anne-Kathleen Tillack studierte Geschichte, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Sie arbeitete am Lehrstuhl «Geschichte der öffentlichen Kommunikation» der Freien Universität Berlin, für die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und forscht zu Nationalsozialismus und Zeitgeschichte.



