Description
(Text)
Die gegenwärtigen Studien zur Schizophrenie lassen sich meist in den Rahmen eines Vulnerabilitäts-Streß-Modells einordnen, das die schizophrene Erkrankung als Produkt der Wechselwirkung einer konstitutionellen Prädisposition und Umwelterfahrungen betrachtet. Das emotionale Familienklima hat hierbei eine besondere Bedeutung für den Verlauf einer bereits eingetretenen Erkrankung. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich psychophysiologische Korrelate des emotionalen Familienklimas bei Patienten und Angehörigen finden lassen. Dem Aktivierungszustand wird dabei eine Schlüsselrolle für die Auslösung schizophrener Episoden und chronisch als Vulnerabilitätsfaktor zugeschrieben. Die Grundkonzepte werden kritisch dargestellt. Die Untersuchungsergebnisse werden diskutiert.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Vulnerabilitäts-Streßkonzept der Schizophrenie - Expressed Emotion - Psychophysiologische Phänomene bei Schizophrenen - Aktivierungstheorien - Rückfallprädikatoren.
(Author portrait)
Die Autorin: Lydia Andrea Hartl wurde 1955 geboren. Sie studierte Humanmedizin und Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte an beiden Fakultäten. Seit 1987 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München tätig.



