Description
(Text)
Diese Untersuchung zielt darauf, Paul Tillichs Berücksichtigung des abendländischen philosophischen Gottesbegriffs ("Sein-Selbst", "Das Unbedingte") auszuwerten und theologisch nachzuprüfen hinsichtlich der Frage, ob ostasiatische Theologie die Tao-Philosophie in ihrer christlichen Gotteslehre in ähnlicher Weise aufgreifen könnte. Tillichs Entwurf wird als eine problematische Harmonisierung von Theologie und Philosophie beurteilt (Stichwort: "Theo-Ontologie"). Die auf solche "Theo-Ontologie" gegründete Rede von Gott überzeugt deshalb theologisch nicht, weil sie die Begrifflichkeit des Seins nicht überwindet. Hier stellt uns Tillichs Bemühung vor das Desiderat einer "Trans-Theo-Ontologie". Zur Lösung der hier vorliegenden Probleme bietet sich die "Taologie" ( Laotzu ) an. Sie vermag einen Weg zu weisen wie man angesichts der erkenntnistheoretischen Grenzen und Aporien der traditionellen Metaphysik "transtheo-ontologisch" von Gott reden kann. Die Christologie versteht sich als Grundlage des Gottesverständnisses: Die Menschwerdung Gottes, der Tod Gottes und das Leben Gottes sind die Herausforderung Gottes an die Widerkehr des Tao. Dieses Tao als die Einheit von Nichtsein ( "wu" ) und Sein (" yu" ) steht somit ein für die sprachlogische Verantwortung des Glaubens an Gott in Jesus Christus.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Philosophische Theologie Paul Tillichs - Theo-Ontologie - Gottesbegriff: Sein-Selbst - Taologie: Laotzu, Tao-Te-Ching - Einheit von Nichtsein (" wu" ) und Sein ( "yu" ) - Wiederkehr des Tao - Trans-Theo-Ontologie - Sein-Tao-Logos - Tao und Gott-Mensch.
(Author portrait)
Der Autor: Insik Choi wurde 1956 in Korea geboren. Er studierte Evangelische Theologie in Seoul (1974-79) und Berlin (1986-90). Er war Militärpfarrer in Korea (1981-84) und Prediger an einer Koreanischen Evangelischen Gemeinde in Berlin-Grunewald (1986-1991). 1990 promovierte er an der Kirchlichen Hochschule Berlin.



