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Description
Dürfen Historiker Mittel der Fiktion für die Geschichtsschreibung einsetzen? Und wenn ja: Wo, fragt sich Thomas Etzemüller, verläuft dann die Grenze, jenseits derer die Fakten zu alternativen zu werden drohen. Jonas Rosenbrück hat Insassen eines Hochsicherheitsgefängnisses in den USA unterrichtet. Darüber hat er einen Text verfasst, der Erfahrungsbericht, aber auch Analyse einer Gesellschaft der Ein- und Ausschließungen ist. Als Israelin, als Israelin in Deutschland, als Direktorin des Dubnow-Instituts und als Historikerin denkt Yfaat Weiss über aktuelle und vergangene Schuldfragen nach.
In ihrer Rechtskolumne erklärt Marietta Auer, wie das deutsche Erbrecht auf sehr altbackenen Vorstellungen von der Familie beruht. Eva Geulen hat sich Steffen Martus' Literaturgeschichte der Gegenwart mit dem Titel "Erzählte Welt" zu Gemüte geführt - und muss zugeben, dass sie sehr vieles daran beeindruckend findet. Auf die Spur mancher mit dem Begriff der "Kunstfreiheit" verbundenen Ideologeme begibt sich Johannes Franzen.
Der Literaturwissenschaftler Helmut Müller-Sievers verflicht seine akademische US-Biografie mit dem Werk von Thomas Pynchon durch die Jahrzehnte und unterlegt das Ganze mit nicht wenig Jazz. An eine USA-Reise und nicht zuletzt die Begegnung mit dem legendären, aber auch legendär schwierigen Independent-Verleger Giancarlo DiTrapano erinnert sich Marc Degens. Mit einigem philosophischen Gepäck robbt Jens Soentgen durch die Begriffswelt des Schlamms. Von einer Therapiesituation mit Wolf und einiger Musik erzählt Sibylle Severus.
ESSAY
Thomas Etzemüller
An der Grenze.
Geschichtsschreibung zwischen Fakt und Fiktion
Jonas Rosenbrück
Ein Bericht aus der Strafakademie
Yfaat Weiss
Wissendes Schweigen.
Über Schuldfragen und andere Bedenken
KRITIK
Marietta Auer
Rechtskolumne.
Die deutsche Familie im Spiegel des Erbrechts
Eva Geulen
Die jüngste, vielleicht beste und vorläufig letzte Geschichte der deutschen Literatur seit 1989
Johannes Franzen
Der Schwindel der Kunstfreiheit
MARGINALIEN
Helmut Müller-Sievers
Mit Thomas Pynchon durch vierzig Jahre USA
Marc Degens
Flucht nach oben
Jens Soentgen
Schlamm
Sibylle Severus
Abfahrt der Schiffe
Christian Demand, Jg. 1960, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).
Christian Demand ist Herausgeber des MERKUR.



