Götter hinter Gittern : Die Religionsfreiheit im Strafvollzug der Bundesrepublik Deutschland. Dissertationsschrift

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Götter hinter Gittern : Die Religionsfreiheit im Strafvollzug der Bundesrepublik Deutschland. Dissertationsschrift

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593506289

Description

Wie wird in Deutschland unter den Bedingungen des Strafvollzugs das Recht auf Religionsfreiheit umgesetzt? Für Insassen von Haftanstalten gelten grundsätzlich die bürgerlichen Rechte - doch seit einiger Zeit erweitert sich die kulturelle Zugehörigkeit der Inhaftierten und damit das religiöse Spektrum, auf das die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit von der Verwaltung anzuwenden ist. Anhand von sechs Anstaltsporträts kann die Autorin zeigen, dass es einen umfassenden Spielraum im Prozess der Aushandlung der Religionspraxis zwischen Religion und Staat gibt, der auch verfassungsrechtliche Regelungen einbezieht. Inhalt

Vorwort9

Thema, Fragestellung und Aufbau13

Forschungsstand und eigene Schwerpunktsetzung19

Forschungspraxis43

Teil I: Das Verhältnis von Religion und Recht

1.Die thematische Einordnung in das Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland61

1.1Aufbau des Rechtssystems62

1.2Die Einbindung des Rechts in das politische System: Föderalismus66

2.Die Perspektive des Religionsverfassungsrecht73

2.1Das deutsche Modell75

3.Der historische Faktor: die Genese des Religionsverfassungsrechts87

3.1Wichtige Etappen der Entwicklung87

3.2Die Entwicklung im sozialen und religiösen Kontext90

3.3Veränderungen verfassungs- und verwaltungsrechtlicher Prinzipien und Begriffe93

4.Verwaltete Religion versus Religion als privates Gut im öffentlichen Recht (Zwischenfazit)97

4.1Verwaltete Religion98

4.2Religion als privates Gut im öffentlichen Recht99

Teil II: Anstaltsporträts

5.Anstalten porträtieren103

6.Anstaltsporträts105

6.1JVA 1105

6.2JVA 2126

6.3JVA 3144

6.4JVA 4154

6.5JVA 5168

6.6JVA 6183

7.Anstaltsporträts im Rückblick (Zwischenfazit)197

7.1Überprüfung der Vorannahmen197

7.2Möglichkeiten und Grenzen von positiver Religionsfreiheit202

Teil III: Religiöse Organisationen im Strafvollzug

8.Religiöse Organisationen beschreiben209

9.Religiöse Organisationen211

9.1Gefängnisseelsorge211

9.2Christliche Wohlfahrtsverbände228

9.3Christliche Straffälligen- und Gefährdetenhilfen240

9.4Zeugen Jehovas254

9.5Islamische Organisationen265

9.6Christliches Missionswerk Josua (CMJ)281

10.Der religiöse Markt im Strafvollzug und die Formen religiöser Organisationen (Zwischenfazit)293

10.1Der religiöse Markt im Strafvollzug294

10.2Die Frage nach der Form religiöser Organisationen im Strafvollzug297

10.3Ausblick: Alles eine Frage der Integration? Rechtliche Legitimation oder soziale Anerkennung301

Teil IV: Institutionslogiken und Rechtspraxis im Strafvollzug

11.Institutionslogiken des Strafvollzugs305

11.1Vollzugsaufgabe Resozialisierung308

11.2Vollzugsaufgabe Schutz314

11.3Gestaltungsprinzipien: Sicherheit und Ordnung314

12.Akteure der Institutionslogiken325

12.1Akteure innerhalb der Anstalt326

12.2Akteure außerhalb der Anstalt329

12.3Die Umsetzung der Akteursaufgaben im Haftalltag330

12.4Das (religiöse) Ehrenamt als Allheilmittel334

13.Rechtspraxis und Institutionslogiken337

13.1Die integrative Funktion der Resozialisierung337

13.2Die ausgrenzende Wirkung der Schutzfunktion341

14.Resozialisierung durch Religion und Schutz vor (Religions-) Freiheit (Zwischenfazit)357

14.1Resozialisierung durch Religion?358

14.2Schutz vor (Religions-) Freiheit?363

Teil V: Verwaltung und Verwaltrechtlichung von Religion

15.Die Rechtspraxis von positiver Religionsfreiheit im Strafvollzug371

15.1Der Strafvollzug als lernende Organisation mit institutionellen Grenzen371

15.2Die Rechtspraxis der individuellen Religionsfreiheit372

15.3Die Rechtspraxis der korporativen Religionsfreiheit373

15.4Religion als Interesse und Interessengemeinschaft374

15.5Das institutionenspezifische Verständnis von positiver Religionsfreiheit375

16.Verwaltung und Verwaltrechtlichung von Religion (abschließende These)379

16.1Ver(grund)rechtlichung von Religion379

16.2Verwaltrechtlichung von Religion380

Anhang
Sarah J. Jahn, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centrum für Religionswisssenschaftliche Studien (CERES) der Universität Bochum. »Eine Lektüre der Dissertation kann der religionswissenschaftlichen und soziologisch interessierten Leserschaft empfohlen werden, die sich für eine mehr organisationssoziologische und rechtswissenschaftliche Perspektive auf einen der bisher "blinden Flecken" im Strafvollzug interessiert.« Sigrid Haunberger, socialnet.de, 30.06.2017

»Das Werk [verdeutlicht] auch bekannte Probleme aus der Praxis (Fasten, Professionalisierung, Strukturen oder Finanzierungsfragen), die jedoch vor dem Hintergrund der Verwaltungsaufgaben einer Justizvollzugsanstalt aus einem anderen als dem rein religiösen Blickwinkel betrachtet werden.« Matthais Böhm, CIBEDO, 14.05.2018

»Jahn's focus is on religious diversity and the way the facilities handle it at the administrative and juridical level. Her book is a contribution to an ongoing debate in Europe about the multicultural development of chaplaincy structures.« Irene Becci, Journal of Contemporary Religion, 20.12.2018

»Insgesamt ist Jahns Arbeit nicht nur Interessierten am konkreten Thema, der Religionsausübung und ihren Möglichkeiten hinter Gittern, zu empfehlen, sondern greift - in bester soziologischer Manier - in einem erheblichen Ausmaß konzeptionell über die untersuchten Fallstudien hinaus. [...] Entsprechend kann das Werk allen an Religion und Recht interessierten Lesern nur zur Lektüre emp¬fohlen werden.« Gert Pickel, Theologische Revue, 15.12.2019

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