Vom Erziehungsurlaub zur Elternzeit : Politisches Lernen im Reformprozess. Dissertationsschrift (Politik der Geschlechterverhältnisse)

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Vom Erziehungsurlaub zur Elternzeit : Politisches Lernen im Reformprozess. Dissertationsschrift (Politik der Geschlechterverhältnisse)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593377148

Description

Familien- und gleichstellungspolitische Reformen können eine Antwort sein auf Bedarfe, die Eltern und insbesondere Frauen artikulieren. Mit dieser Grundannahme befasst sich diese Studie um zu zeigen, dass Politiklösungen nicht nur im Spannungsfeld von Interessen ausgehandelt werden, sondern auch Gegenstand von Lernprozessen sind. Es wird deutlich, dass effektive Regelungen nicht unbedingt berücksichtigt werden und dass politische Reformen einen sehr langen zeitlichen Vorlauf haben können. Andererseits verändern politische Akteure ihre Positionen im Reformprozess durchaus, Neuregelungen lassen sich auch gegen politische Widerstände durchsetzen. Damit spannt die Analyse der Reform des Elternurlaubs durch die rot-grüne Regierung zugleich einen politikanalytischen Bogen und versucht eine Antwort auf eine grundsätzliche politiktheoretische Frage: Welchen Handlungsspielraum haben PolitikerInnen im vermachteten politischen Geschäft? VORWORT 1. EINLEITUNG 1.1 Vereinbarkeitspolitik als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Analyse 1.2 Die Reform des Bundeserziehungsgeldgesetzes als theoretisches Problem 1.3 Die Gliederung der Arbeit 2. DAS DEUTSCHE POLITIKREGIME ZUR VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 2.1 Das Recht auf Erwerbstätigkeit und deren Unterbrechung 2.2 Die Neujustierung von Erwerbs- und Familienarbeit durch Arbeitszeitpolitik 2.3 Die soziale Sicherung von Eltern und Kindern 2.4 Förderung der Kinderbetreuung 2.5 Das deutsche Politikregime zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie 3. DIE KONKURRIERENDEN PARADIGMEN IN DERVEREINBARKEITSPOLITIK 3.1 Das Gleichheitsdilemma 3.2 Die konkurrierenden Paradigmen 3.3 Entwickelt sich ein neues Paradigma? 3.4 Autonomie als Referenz für ein neues StaatsbürgerInnenmodell? 4. WISSEN UND LERNEN: NOTWENDIGE KATEGORIEN ZUR ANALYSE VON POLITIKWANDEL 4.1 Formen von Politikwissen 4.2. Wer lernt? Individuelle und korporative Akteure 4.3 Politische Lernprozesse und politischer Wandel 5. POLITISCHES LERNEN IM GESELLSCHAFTLICHEN KONTEXT 5.1 Geltung und Verbreitung von Wissen 5.2 Politische Repräsentation und die Formierung von Diskursen 5.3 Sozialwissenschaftliches Wissen im politischen Diskurs 5.4 Das »Gesellschaftliche«: Die Rolle des sozialen Umfeldes, der Medien und der Kultur 5.5 Politiklernen im sozialen Kontext: Zwischen Diskurshegemonie und Deliberation 6. POLITIKANALYSE ALS ANALYSE POLITISCHEN LERNENS 6.1 Das Analysemodell: Vier Stufen des Politiklernens 6.2 Fallauswahl 6.3 Methoden der Analyse politischer Lernprozesse 6.4 Methodische Herausforderungen bei der Untersuchung von politischen Lernprozessen 7. REGIERUNGSPARTEI UND STÄRKSTE FRAKTION: DIE SPD 7.1 Die Organisation frauenpolitischer Anliegen in der Volkpartei SPD 7.2 Die Entwicklung der Organisationsziele und der Beschlusslage in der Frauen- und Familienpolitik 7.3 Die Federführung bei der Reform des Erziehungsgeldgesetzes 2000 7.4 Bewertung der SPD als frauen- und familienpolitisch lernfähiger Akteur 8. DER KLEINE KOALITIONSPARTNER: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 8.1. Die Organisation gleichstellungspolitischer Anliegen bei den Grünen und Bündnis 90/Die Grünen 8.2. Familienpolitik als konsequente »Familienmitgliederpolitik« 8.3 Die Reform des BErzGG als rot-grünes Reformprojekt 8.4 Bündnis 90/Die Grünen - ein frauen- und familienpolitisch lernfähiger Akteur? 9. DER DEUTSCHE GEWERKSCHAFTSBUND - EIN ADVOKAT DER FRAUENPOLITIK? 9.1 Die differenzierten Arbeitsstrukturen des DGB und seiner Gewerkschaften 9.2 Vereinbarkeit als Thema von Gewerkschaftspolitik paradigmatischen Wandel 9.3 Die Mitwirkung bei der Reform des Bundeserziehungsgeldgesetzes 9.4 Der DGB als verhinderter Advokat für eine Reform der Vereinbarkeitspolitik 10. DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND: GATEKEEPER IN DEN ADMINISTRATIVEN DETAILS 10.1 Die Institutionalisierung der staatlichen Familien- und Frauenpolitik 10.2 Das BMFSFJ als Speicher von normativem und deskriptivem Wissen 10.3 Die Arbeit des BMFSFJ bei der Entwicklung der Reform 10.4 Das BMFSFJ - gatekeeper in den administrativen Details 11. POLITIKWANDEL DURCH POLITISCHES LERNEN - GRENZEN UND CHANCEN 11.1 Ein Paradigmenwechsel in der Vereinbarkeitspolitik? 11.2 Drei Dimensionen der Lernfähigkeit politischer Akteure 11.3 Grenzen und Chancen für politisches Lernen 11.3.1 Grenzen 11.3.2 Chancen LITERATUR ANHANG Silke Bothfeld ist Professorin für Politikwissenschaft an der Hochschule Bremen.

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