Description
Jeanette Wohl ist in der Literatur - wenn überhaupt - nur durch die diffamierenden Reden Heinrich Heines bekannt. Christa Walz untersucht erstmals die Bedeutung und Funktion des freundschaftlichen Briefwechsels von Jeanette Wohl und Ludwig Börne für das Werk des Publizisten und Freiheitskämpfers und weist nach, dass man zumindest bei Börnes "Briefen aus Paris" von einer Mitautorschaft Jeanette Wohls sprechen kann.
Aus dem Inhalt: Walz, Christa: Jeanette Wohl und Ludwig Börne
Einleitung
Bestimmung und Begründung des Themas
Bestimmung und Eingrenzung der Zeitspanne
Jeanette Wohl: eine Frankfurter Jüdin des 19. Jahrhunderts
Biographische Daten
Persönlichkeits- und Charakterbild
Jeanette Wohl als bürgerlich-intellektuelle Zeitgenossin
Soziale und politische Situation der Frankfurter Juden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Die jüdische Frau zwischen Tradition und Emanzipation in Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Jeanette Wohl als emanzipierte Jüdin
Politisch-historischer Abriß der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Frankfurt - Paris)
Jeanette Wohl als politischer Mensch
Die Beziehung Jeanette Wohl / Ludwig Börne
Jeanette Wohl: Freundin, Schwester, Mutter, Tochter, Geliebte, Muse Börnes
Heiratspläne und ihr Scheitern
Heirat Jeanette Wohl / Salomon Strauß
Freundschaft Ludwig Börne / Ehepaar Strauß-Wohl
Ludwig Börnes schriftstellerischer Werdegang
Geistig kulturell es Leben in Frankfurt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Skizze von Börnes schriftstellerischem Werdegang
Juda Löw Baruchs Kindheit / Jugend und Prägungen
Vom Polizeiaktuar Dr. Louis Baruch zum Zeitschriftsteller Ludwig Börne
Das politische Engagement
Judentum und Taufe
Die Bedeutung Jeanette Wohls für Ludwig Börnes Leben und Werk
Jeanette Wohls Briefe: Ansporn zu Fleiß und Trägheit
Die chronische Briefkrankheit
Jeanette Wohl: Urheberin von Börnes "Briefe aus Paris"
Historische und kulturhistorische Bedeutung der "Briefe aus Paris"
Jeanette Wohls redaktionelle Mitarbeit
Jeanette Wohl: Erbin und Hüterin des literarischen Nachlasses
Der Briefwechsel von Jeanette Wohl und Ludwig Börne
Die Entwicklung der Briefkultur im 18./19. Jahrhundert
Der Brief als Genre
Frauen als Briefschreiberinnen und Autorinnen
Wandel in Stil und Auffassung der Briefliteratur
Jeanette Wohl als Briefschreiberin
Briefe als Zwiesprache
Die Funktion der mütterlichen Brieffreundinnen
Jeanette Wohl: "Bedin gung" für Börnes Schaffen
Die Briefe: Medium für Börnes Schaffen
Die private Ebene des Briefwechsels
Der Konversationsstil
Witz und Humor als Spannungsträger
Jeanette Wohl: Prellbock des Börne'schen Judenspotts
Abgrenzung zum aggressiven Witz
Bestimmende Themen des Briefwechsels
Religion: Die Juden
Literatur: Jean Paul, Goethe, Heine
Politik: Zwischen Revolutionseuphorie (in Frankreich) und Revolutionsfeindlichkeit (in Deutschland)
Kultur: Ludwig Börne als Vermittler zwischen deutscher und französischer Kultur
Das Ende des Briefwechsels: Beginn der Lebensgemeinschaft
Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis Christa Walz studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik an der Universität Frankfurt am Main.



