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Description
Es sollte ein handgeschriebener Brief werden, den er Bettie schreiben wollte. Aber schon bald war es ihm nicht genug: er schrieb stattdessen über Bettie. Und auch das langte ihm nicht ... Es sollte ein handgeschriebener Brief werden, den er Bettie schreiben wollte. Aber schon bald war es ihm nicht genug: er schrieb stattdessen über Bettie. Und auch das langte ihm nicht. Er erwartete von Bettie, dass sie durch ihre Handlungen die Erzählung fortsetzte, damit er daraus eine Geschichte formen konnte. Er blickte zurück auf die letzten sieben Jahre und fürchtete sich davor, festzustellen zu müssen: Sie hätten ihre Tochter bis in die Einschulung geführt und das Übrige der sieben Jahre wäre in ein paar Worten gesagt. Gelebt hätten sie, als sie unter dreißig waren, und anschließend wäre man halt erwachsen, so gut es ging. Bettie steht am Beginn der Wechseljahre. Sie will sich aus der engen Verflechtung mit ihrem Partner lösen - und verstrickt sich nur noch tiefer. Seine Texte über sie lösen bei Bettie unerwartete Prozesse aus. Angeregt von seiner Darstellung, bildet sich bei Bettie der Wunsch, ihn anzuregen, um von dem, wie er über sie schreibt, wiederum angeregt zu werden.Wir geraten in die Kluft zwischen Selbstbild, Fremdbild und Urbild. Wir erleben die Verlockung, durch Schreiben Ereignisse auszulösen, und den Reiz, mit diesen Ereignissen etwas anzufangen. Wir sehen der Inszenierung von Leben durch Schreiben und Lesen zu. Der Autor ... ist fasziniert von biographischen Umbrüchen und von konkurrierenden Lebensentwürfen. Literatur ist für ihn Lebensbildung und Selbstbegegnung.Schreiben übersetzt Realität in Fiktion, als übersetze man einen Text aus einer fremden Sprache in eine andere, um sie besser zu verstehen. Edgar Beutler ist in Güstrow geboren und lebt in Bremen.



