Description
Wie Plastikschüsseln im Wohnzimmer den Grundstein für das Milliarden-Business des Social Selling legten. In den 1950er Jahren scheiterte das Unternehmen Tupperware grandios im normalen Einzelhandel. Niemand verstand, warum man teure Plastikschüsseln kaufen sollte, die man erst mühsam "entlüften" musste. Die Rettung kam nicht durch ein besseres Produkt, sondern durch eine revolutionäre und manipulative Vertriebsstrategie: die Tupperparty.Indem das Unternehmen den Verkauf aus den sterilen Regalen direkt in die Wohnzimmer der Vorstadtfrauen verlagerte, wurde das Einkaufen emotionalisiert. Es war kein anonymer Handel mehr, sondern ein sozialer Gefallen unter Freundinnen. Die genialen Verkäuferinnen nutzten den sozialen Druck, die Reziprozität von Einladungen und das tiefe Bedürfnis nach Gemeinschaft, um astronomische Umsätze zu generieren. Es war die Geburtsstunde des Social Selling und des modernen Netzwerkmarketings.Dieses Buch analysiert das psychologische Meisterwerk hinter den Plastikschüsseln. Es zeigt, wie die Verschmelzung von Freundschaft und Kommerz ein globales Imperium erschuf, warum dieses Modell heute in Zeiten von Influencern und Instagram-Partys eine digitale Renaissance erlebt, und welche moralischen Grenzen beim Verkauf an das eigene soziale Netzwerk verschwimmen.



