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Description
Wie kein anderer brachte Hugo Portisch nach 1945 die große Welt in das kleine Österreich, wie kein anderer prägte er das Bewusstsein der Zweiten Republik über Generationen. Sein Tod 2021 bedeutete auch das Ende einer Zeit, die dem Land zu jenem hohen Maß an Wohlstand verhalf, von dem es nach wie vor zehrt. Als Journalist, Fernsehkommentator, Buchautor und Dokumentarfilmer war Portisch stets Zeuge weltpolitischer Entscheidungen, erlag aber niemals der Versuchung, selbst politisch tätig zu werden. Im Gegenteil: Je älter er wurde, desto kritischer begleitete er die Zeitläufe.Auf der Basis des umfangreichen Nachlasses, den Portischs Erben Oliver Rathkolb übergeben haben, zeichnet er nach, wie hoch der Preis war, den der mitreißende Journalist Hugo Portisch zu zahlen bereit war, um zeitlebens seine Unabhängigkeit zu wahren. Oliver Rathkolb, geboren 1955, war von 2008 bis 2024 Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wien und ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Europäischen Geschichte in Brüssel und Leiter des Wiener Instituts für Kultur- und Zeitgeschichte (VICCA). Zahlreiche Veröffentlichungen. Für »Die paradoxe Republik« wurde er 2005 mit dem Donauland-Sachbuchpreis und dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch ausgezeichnet. 2025 erschien die erweiterte Neuausgabe von »Die paradoxe Republik. Österreich 1945 bis 2025«.



