Im goldenen Käfig : Zwischen SED, Staatssicherheit, Justizministerium und Mandant - die DDR-Anwälte im politischen Prozess. Dissertationsschrift (Analysen und Dokumente der BStU 48) (2017. 813 S. mit 18 Abb. und 22 Tab. 237 mm)

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Im goldenen Käfig : Zwischen SED, Staatssicherheit, Justizministerium und Mandant - die DDR-Anwälte im politischen Prozess. Dissertationsschrift (Analysen und Dokumente der BStU 48) (2017. 813 S. mit 18 Abb. und 22 Tab. 237 mm)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783525351253

Description


(Short description)
In der DDR wirkten SED, Justizministerium und Stasi auf die Auswahl, Ausbildung und Praxis der Anwälte ein. Der »sozialistische Anwalt« sollte das grundsätzliche Prozessziel in politischen Verfahren, die Verurteilung des Angeklagten, nicht gefährden. Erstmals wertet dieser quellengesättigte Band MfS- und IM-Akten zu den politischen Prozessen der späten DDR-Zeit akribisch aus. Er beleuchtet darüber hinaus die Umstrukturierung der Anwaltschaft in Ostdeutschland seit 1945 und bietet eine kritische Sicht auf das Wirken der Kanzlei Wolfgang Vogels. Die Rolle der DDR-Rechtsanwälte im Spannungsfeld von SED, Staatssicherheit und Justizministerium
(Text)
Zu den ersten prominenten Persönlichkeiten, die in der Friedlichen Revolution unter Stasi-Verdacht gerieten, gehörten auffällig viele Rechtsanwälte, die in den Umbruchzeiten als Politiker antraten. Bewusst oder unbewusst haben diese »Enthüllungen« das Bild der DDR-Anwälte bis heute geprägt. Eine wissenschaftliche Analyse der DDR-Anwaltschaft auf breiter Quellenbasis steht bisher allerdings aus.Dieser Band untersucht die Tätigkeit der Verteidiger in den politischen Prozessen der Honecker-Ära. Dazu wurden über 1000 Prozess- und Ermittlungsakten ausgewertet. Um diese Akten interpretieren zu können, greift die Studie jedoch weit über diese Prozesse hinaus. Beleuchtet werden die Umstrukturierung der Anwaltschaft in Ostdeutschland seit 1945, die Ausbildung der Anwälte und die Versuche von SED, Justizapparat und Stasi, sie im Sinne des Idealbildes vom »sozialistischen Anwalt« zu beeinflussen. Obwohl die Zahl der inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi unter Anwälten eher höher war als in anderen Berufsgruppen, wurde offenbar meist auf anderen Wegen versucht, das Anwaltsverhalten im Prozess zu beeinflussen. Zur Verkümmerung der Prozesskultur trug auch bei, dass sich die meisten Verfahren gegen Personen richteten, die die DDR verlassen wollten. Diese wurden oft von der Kanzlei Wolfgang Vogels vertreten. Die engen Handlungsspielräume der DDR-Anwaltschaft sind auch ein Symptom für die Einschränkung der Freiheit des Einzelnen in der DDR und besonders der Angeklagten in politischen Strafverfahren.
(Author portrait)
Dr. Christian Booß war Projektkoordinator im Forschungsbereich des Stasi-Unterlagen-Archivs. Er lebt als freier Autor in Berlin.

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