Luxus (2. Aufl.)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783518586273

Description

»Luxus ist der Dadaismus des Besitzens.«Luxus - allein das Wort erzeugt vielfältige Vorstellungen: von teurem Schnickschnack, Überfluss und Verschwendung, von Reichtum und Komfort, Geltungskonsum und Statussymbolen. Und es provoziert offenbar klare Meinungen, denn Luxus wird zumeist entweder scharf verurteilt oder vehement verteidigt. Aber wissen die zahlreichen Kritiker und Apologeten des Luxus überhaupt, wovon sie reden? Es gibt nämlich keine Luxusforschung, die vor aller Bewertung systematisch zu bestimmen versucht, wann etwas Luxus ist. Daher steht die Antwort auf eine scheinbar einfache Frage noch aus. Sie lautet: »Was ist Luxus?«Lambert Wiesing leistet in seinem neuen Buch Pionierarbeit, denn er beantwortet diese Frage, und zwar mit dezidiert phänomenologischen Mitteln. Er zeigt, dass Luxus keine Eigenschaft von Dingen oder Handlungen sein kann, sondern durch eine private ästhetische Erfahrung entsteht: die Erfahrung des Besitzens von etwas, das zwar einen Zweck erfüllt, sich darin aber nicht erschöpft. Wird das Besitzen einer übertriebenen, überflüssigen oder irrational aufwendigen Sache von einem autonomen Subjekt als die eigensinnige Befreiung aus einer vereinnahmenden Herrschaft des Zweckrationalismus und Effizienzdenkens erlebt, so ist das - Luxus. Vorwort
Einleitung
I. Zuerst Spiel, dann Krieg, Angst und Drogen - und jetzt: Luxus
Die Idee einer Substitution
Der ganze Mensch
Der ganze Mensch, gedacht als ausgeglichener Mensch
Der ganze Mensch, gedacht als Mensch mit Selbsterfahrung
Die Folge des Spielens: Selbsterfahrung
Friedrich Schillers 14. Brief
Die Aufforderung, selbst zu sehen
Unter Narkose
Der Fruchtbare Augenblick
Der Fruchtbare Augenblick in der Anthropologie
Das Problem des Strukturganzen
Friedrich Schillers Vorschlag: das Dasein in seiner Ganzheit fassen
Warum eigentlich Spiel?
Martin Heidegger: Angst statt Spiel
Ernst Jünger: Abenteuer statt Spiel
Die vielen Fruchtbaren Momente
Ein Beispiel aus der Kunstgeschichte: der doppelte Fruchtbare Moment
Die Suche nach dem Fruchtbaren Moment
II. Luxus: Der Dadaismus des Besitzens
Die gemeinten Dinge und der Sinn des Begriffs
Die Standarddefinition
Luxus versus Komfort
Luxus versus Protz
Notwendig für etwas und notwendig für jemanden
Die mittlere Ebene der Lebensform
Das zweistufige Luxusurteil
Der Allgemeinheitsanspruch des Luxusurteils
Luxus und der Begriff des Gesunden
Luxusurteile und Bewertungen
Luxus: ein Interpretationsprodukt?
Die Grenzen des Interpretationismus
Das Haben einer Krankheit und das Haben von Luxus
Wann ist Luxus?
Merkmale ästhetischer Erfahrungen I: Vollzugsorientierung
Merkmale ästhetischer Erfahrungen II: Selbstbezüglichkeit
Luxus: eine besondere ästhetische Erfahrung
Eigentum versus Besitz
Luxus: vollzugsorientierter Besitz
Die Selbstbezüglichkeit des Luxus
Das bildungsbürgerliche Ressentiment gegen eine Ästhetik des Besitzens
Luxus: ein trotziges Lebensgefühl
Der Dadaismus des Besitzens
Was sich am Luxus kritisieren lässt
Ohne Zweckmäßigkeit: nichtzweckmäßig und unzweckmäßig
Zwei Formen der Transgression: Unterschreitung und Überschreitung
Luxus und Seltenheit
Warum Luxus? Der Zwang der Gesellschaft
Warum Luxus? Die Sehnsucht nach Freiheit
Luxus und Kunst
Kunst: der Luxus ohne Zweck
Luxus und Eleganz
Untersuchung der Frage: Ob im Luxusurteile die Erfahrung des Luxus vor der Beurteilung des Gegenstandes oder diese vor jener vorhergehe
Die Bedingung der Möglichkeit von Luxuserfahrung: Kennerschaft
Ästhetizisten versus Enthusiasten
Selbermachen
Die Existenz von Luxus: Hinweise statt Beweise

Lambert Wiesing, geboren 1963, ist Professor für Philosophie und Inhaber des Lehrstuhls für Bildtheorie und Phänomenologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2005 bis 2008 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. Im Suhrkamp Verlag hat er zuletzt veröffentlicht: Luxus (2015), Das Mich der Wahrnehmung. Eine Autopsie (stw 2171) und Ich für mich. Phänomenologie des Selbstbewusstseins (stw 2314).

»Ihm gelingt das Kunststück, ein scheinbar marginales oder gar gänzlich verzichtbares Phänomen aus der Peripherie ins Zentrum der Ästhetik zu rücken. ... Das Buch ist thematisch wie in seiner Durchführung ebenso originell, wie es schlicht und einfach blendend geschrieben ist.« Daniel Martin Feige Philosophische Rundschau

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