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Description
Der dritte Band der großangelegten Edition der Dits et Ecrits, die sämtliche zu Lebzeiten Foucaults publizierten Aufsätze, Interviews und kleineren Beiträge enthält, bietet eine Vielzahl von Texten, die um die wirkmächtigen Konzepte der Biopolitik und der Gouvernementalität kreisen. Kern dieser theoretischen Neuerkundung ist Foucaults Theorie der Macht, die die bis dahin vorherrschenden Modelle scharf kritisiert und zu polemischen Diskussionen Anlaß gab. Der erste Band der Geschichte der Sexualität, dessen Erscheinen in diesen Zeitraum fällt, entwickelt dieses neue Konzept der Macht, das bis heute nichts an theoretischer Sprengkraft eingebüßt hat. Foucaults Auseinandersetzung mit der Frage der Sexualität kommt in den zahlreichen Interviews, Aufsätzen und Artikeln, die in dieser Zeit entstanden sind, in überaus plastischer Weise zum Ausdruck. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf seinem kontrovers diskutierten politischen Engagement für das neue religiöse Regime im Iran, eine politische Stellungnahme, die heute eine ungeahnte Aktualität angenommen hat. In seinen kleinen Schriften ist Foucault als Denker zu entdecken, für den eine theoretische Neuerkundung mit der Erörterung konkreter politischer Fragen notwendig Hand in Hand geht.
1976- Ein nicht hinnehmbarer Tod (Vorwort zu Cuau, B., L'Affaire Mirval ou Comment le récit abolit le crime, Paris 1976, S. VII-XL)
- Die Köpfe der Politik
- Die Gesundheitspolitik im 18. Jahrhundert
- Fragen an Michel Foucault zur Geographie (Gespräch)
- Krise der Medizin oder Krise der Antimedizin (Vortrag)
- Über »Histoire de Paul« (Gespräch)
- Michel Foucault: Verbrechen und Strafen in der UdSSR und anderswo (Gespräch) Die gesellschaftliche Ausweitung der Norm (Gespräch)
- Das Wissen als Verbrechen (Gespräch)
- Michel Foucault, die Ungesetzlichkeit und die Kunst des Strafens (Gespräch)
- Hexerei und Wahnsinn (Gespräch)
- Gesichtspunkte (Auszug aus einem Vortrag)
- Fragen von Michel Foucault an »Hérodote«
- Bio-Geschichte und Bio-Politik
- Gespräch mit Michel Foucault (Über den Film von R. Allio, Moi, Pierre Rivière, ayant égorgé ma mere, ma soeur et mon frère, 1976)
- Das Abendland und die Wahrheit des Sexes
- Warum das Verbrechen von Pierre Rivière? (Gespräch)
- Sie sagten über Malraux
- Die politische Funktion eines Intellektuellen
- Die Rückkehr des Pierre Rivière (Gespräch) (Über den Film von R. Allio, Moi, Pierre Rivière, ayant égorgé ma mere, ma soeur et mon frère, 1976)
- Der Diskurs darf nicht gehalten werden für...
- Man muss die Gesellschaft verteidigen
1977
- Vorwort (Vorwort zu My Secret Life, Paris 1977)
- Vorwort (Vorwort zu Deleuze, G./Guattari, F., Anti-Oedipus: Capitalism and Schizophrenia, New York 1977)
- Sexualität und Wahrheit (Neue Einführung in La Volonté de savoir)
- Vorwort (Vorwort zu Debard, M./Hennig, J.-L., Les Juges Kaki, Paris 1977)
- Gespräch mit Michel Foucault
- Vorlesung vom 7. Januar 1976
- Vorlesung vom 14. Januar 1976
- Das Auge der Macht (Gespräch)
- Die Geburt der Sozialmedizin (Vortrag)
- Die Machtverhältnisse gehen in das Innere der Körper über (Gespräch)
- Das Leben der infamen Menschen
- Das Poster vom Staatsfeind Nr. 1 (über J. Mesrine, L'instinct de mort, Paris 1979)
- Nein zum König Sex (Gespräch)
- Die grauen Morgen der Toleranz (über den Film von P. P. Pasolini, Comizi d'amore, 1965)
- Das unbegrenzte Irrenhaus
- Präsentation (Präsentation einer Ausstellung des Malers Maxime Defert)
- Der große Zorn über die Tatsachen
- Die Angst davor, Recht zu sprechen (Gespräch)
- Das Spiel des Michel Foucault (Gespräch)
- Eine kulturelle Mobilmachung
- Die Marter der Wahrheit
- Einsperrung, Psychiatrie, Gefängnis
- Wird Klaus Croissant ausgeliefert?
- Michel Foucault: »Von nun an steht die Sicherheit über den Gesetzen« (Gespräch)
- Die Macht, ein großes Tier (Gespräch)
- Michel Foucault: die Sicherheit und der Staat (Gespräch)
- Brief an einige Führer der Linken
- Folter ist Vernunft (Gespräch)
- Macht und Wissen (Gespräch)
- »Wir fühlten uns als schmutzige Spezies«
- Mächte und Strategien (Gespräch)
1978
- Vorwort von Michel Foucault (Vorwort zu Canguilhem, Georges, On the Normal and the Pathological, Boston 1978)
- Die Entwicklung des Begriffs des »gefährlichen Menschen« in der forensischen Psychiatrie des 19. Jahrhunderts
- Gespräch über die Macht
- Wahnsinn und Gesellschaft (Vortrag)
- Klappentext (zu dite Alexina B. von Hercule Barbin, dt. Über Hermaphrodismus, Frankfurt/M. 1998)
- Eugène Sue, wie ich ihn liebe
- Eine erdrückende Bildung
- Alain Peyrefitte erklärt sich, und Michel Foucault antwortet ihm
- Der traditionelle politische Raster
- Achtung Gefahr!
- Die Einbindung des Krankenhauses in die moderne Foucault, MichelPaul-Michel Foucault wurde am 15. Oktober 1926 in Poitiers als Sohn einer angesehenen Arztfamilie geboren und starb am 25. Juni 1984 an den Folgen einer HIV-Infektion. Nach seiner Schulzeit in Poitiers studierte er Philosophie und Psychologie in Paris. 1952 begann seine berufliche Laufbahn als Assistent für Psychologie an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Lille. 1955 war er als Lektor an der Universität Uppsala (Schweden) tätig. Nach Direktorenstellen an Instituten in Warschau und Hamburg (1958/1959) kehrte er 1960 nach Frankreich zurück, wo er bis 1966 als Professor für Psychologie und Philosophie an der Universität Clermont-Ferrand arbeitete. In diesem Zeitraum erschien 1961 seine Dissertationsschrift Folie et déraison. Histoire de la folie à l'âge classique (dt.: Wahnsinn und Gesellschaft). Er thematisierte darin die Geschichte des Wahnsinns und das Zustandekommen einer Abgrenzung von geistiger Gesundheit und Krankheit und die damit einhergehenden sozialen Mechanismen. 1965 und 1966 war er Mitglied der Fouchet-Kommission, die von der Regierung für die Reform des (Hoch-)Schulwesens eingesetzt wurde. 1966 wurde Les mots et les choses - Une archéologie des sciences humaines (dt.: Die Ordnung der Dinge) veröffentlicht, worin er mit seiner diskursanalytischen Methode die Wissenschaftsgeschichte von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert untersuchte. Nach einem Auslandsaufenthalt als Gastprofessor in Tunis (1965-1968) war er an der Reform-Universität von Vincennes tätig (1968-1970). 1970 wurde er als Professor für Geschichte der Denksysteme an das renommierte Collège de France berufen. Gleichzeitig machte er durch sein vielfältiges politisches Engagement auf sich aufmerksam. In diesem Kontext entstand die Studie Surveiller et punir (dt.: Überwachen und Strafen). 1975-1982 unternahm er Reisen nach Berkeley und Japan sowie in den Iran und nach Polen. Gondek, Hans-DieterHans-Dieter Gondek ist freier Autor und Übersetzer, von 2003 bis 2006 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bergischen Universität Wuppertal.



