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Description
Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander - und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung. In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden: Er begleitet Nicolaus Otto und Gottlieb Daimler bei der Gemüseernte, wo die beiden genauso erbittert konkurrieren wie bei der Entwicklung neuer Motoren. Richter sitzt mit am Tisch, wenn die Gebrüder Mannesmann in Marokko irrwitzige Intrigen spinnen, und er pendelt mit Thomas Middelhoff von Bielefeld nach Essen, wenn dieser sich mit seinem Hubschrauber auf den Weg ins Büro macht.
So entsteht ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre umspannt: von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG bis zum ihrem Niedergang.
ERSTES BUCH: 1870-1914
1 Gründerjahre
2 Die soziale Frage
3 Ordnung
4 Innovation
5 Globalisierung
ZWEITES BUCH: 1914-1945
1 Krieg
2 Revolution
3 Der amerikanische Traum
4 Hitler
5 Rüstung
6 Barbarei
DRITTES BUCH: 1945-2000
1 Die wunderbaren Jahre
2 Achtundsechzig
3 Reuter und Herrhausen
4 New Economy
Epilog: Das neue Jahrtausend Konstantin Richter, geboren 1971, ist Autor und Journalist. Er hat regelmäßig für deutsch- und englischsprachige Medien wie The Wall Street Journal, The Guardian, The New York Times oder Die Zeit geschrieben. Darüber hinaus hat er mehrere Bücher veröffentlicht. Für sein Buch Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG wurde Richter mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2026 ausgezeichnet. »Meisterhaft arrangiert ...« Gerrit Bartels Der Tagesspiegel 20260610



