schrift für blinde riesen : Gedichte | Georg-Büchner-Preis 2023

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783518430002

Description

Lutz Seiler kehrt nach zwei Romanen zurück in den Heimathafen der Gedichte. Zurück in die Stimmen der Kindheit, ins Waldstadion, in den »Knochenpark« und zur Frage, wo unser »eignes schmales erdreich ankern kann«. Er entdeckt den »Ahnenapparat« seines vom Uranbergbau geschleiften Heimatdorfes, um dort »seinen Toten« zu lauschen. Er durchstreift die Klangwelt des märkischen Kieferngewölbes und ist unterwegs: ob in den Legenden von Trouville oder in Stockholm, seiner zweiten Heimat, immer auf der Suche nach einer »schrift für blinde riesen« und ihrem Blick dorthin, »wo die welt vermutet werden könnte«.

Mit seiner suggestiven Stimme und einer gehärteten Sprache jenseits aller Moden eröffnet Lutz Seiler einen ureigenen poetischen Raum. Vor allem ist es die Materialität der Dinge, das Sprechen nah an den Substanzen - verwandelt in Rhythmus und Klang, bilden sie den Erzählton seiner neuen Gedichte: »Der Hallraum eines Gedichts sollte nicht kleiner sein als der eines Romans«, schreibt Seiler. »Jedes gute Gedicht kann der gestische Kern eines Romans sein und die Verbindung herstellen zum Ursprung des Genres: zum Epos und seinem Gesang.«

morgenrot & knochenaufgänge
ich hab dem vogel stimmen nachgesagt
waldstadion traktor langenberg
kindheit & weiter
WAS in der luft liegt, wird leise
in schreibschrift geschrieben
das war der knochenpark, sagt a.
bis die tiere starben, fraßen sie
herr klotz
prometheus als kind
technisches museum in berlin
im kieferngewölbe
hubertusweg
mann in der mark
der waldgang
als unser sprechen einmal diese frage
eintrag vierter februar
heimwärts, im regen
müssen wir riesen verhungern?
drüben stehen die robinien
sagagatan
solna, sagagatan
signalstation arholma
abel, babel & cabel
tulpen
trockenbodenträume
nichts geschieht
ein paar freunde
laweder lavendel
alte sterndreherweise
sitzen, trinken
kommst du zurück
schon nach dem abendbrot
achaemenides
nachdem ich deinen brief gelesen
hortensie
schweizer söldner in der fremde
anfang des gedichts
im haus des ersten kammerdieners
nostalgia
in caisleán ghriaire
irisches tagebuch
passepartout menaggio
hausen
woher kommt das stumme
rykestraße
trouville & du
fußgesänge, plattenwege
am ahnenapparat
ortsdurchfahrt culmitzsch
als kind
als das jahrhundert überstanden, als
die schwarze monika
der junge, das lied
hof mit mond
am grunde eines hochgefühls
für alle & jeden
nur zwei kragenbinden
29. märz 2020
vaduz
zungenabgabe
auf sendung
unten auf der treppe
land's end
tage-läuten, tage-pfeifen
zuerst siehst du die blätter Lutz Seiler (geboren 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift moosbrand. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung Turksib wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt Kruso erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und von der UFA verfilmt. Sein zweiter Roman Stern 111 wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Im August 2021 erschien der Gedichtband schrift für blinde riesen. 2023 wird Lutz Seiler mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. »Das poem, das unersättliche, behält aber recht, die Mühe lohnt, dem Lesenden, Reisenden, Schauenden rutscht keine Abgedroschenheit in die Zeilen.« ith Frankfurter Rundschau 20211019

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