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Description
(Text)
Schriftsteller sind beliebte Interviewpartner, aus zweierlei Gründen: Man erhofft sich von ihnen Aufschluss über ihre eigenen Werke und Aufklärung über die allgemeine Weltlage. Das Schriftstellerinterview ist eine Fortsetzung der Literatur mit den Mitteln der Mediensprache. Es lebt von der Unmittelbarkeit, mit der sich Schriftsteller zu Wort melden und zu literarischen, gesellschaftlichen und politischen Themen Stellung beziehen.
Max Frisch war der Inbegriff eines Schriftstellers, der sich einmischt und gehört wird. Er hat unzählige Interviews gegeben, obwohl er sie eigentlich gar nicht mochte. Umso virtuoser beherrschte er sie: Er war ein master conversationalist, wie sich Jodi Daynard ausdrückt, die ihn in den achtziger Jahren drei Tage lang interviewte.
Nun erscheint erstmals eine Auswahl der besten Interviews und Gespräche mit Max Frisch. Einige davon werden zum ersten Mal überhaupt oder zum ersten Mal in voller Länge oder zum ersten Mal in deutscher Spracheveröffentlicht. Im Gespräch über Themen wie Vernunft und Utopie, Ideologie und Kritik, Hass und Gewalt, aber auch über Fakt und Fiktion, Poesie und Polemik werden Fragen beantwortet, die bis heute aktuell sind.
(Table of content)
Gespräch mit einem jungen Autor
Jede Zeit hat ihre ideologischen Klischees
Werkstattgespräch mit Max Frisch
Soll der Onkel auf die Barrikade steigen?
Wir müssen unsere Welt anders einrichten
Noch einmal anfangen können
Rückzug auf die Poesie
Ich singe aus Angst - das Unsagbare
Polemik - ein Gespräch mit Max Frisch
Jedes Wort ist falsch und wahr
Die Literatur sollte Möglichkeiten aufzeigen
Ist ein Individualist jemand, den die Gesellschaft nicht brauchen kann?
Ohne Widerstand - keine Hoffnung
Ich kann mir kaum vorstellen, dass ohne politisches Bewusstsein große Literatur entsteht
(Review)
»Ein Autor, der Leben und Schreiben existenziell miteinander verknüpft hat.« Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
(Author portrait)
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.



