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Description
Mithilfe von Träumen skizziert Barbara Hahns großer Essay eine Unheilsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ihre Untersuchung widmet sich Träumen, die eine Welt aus Verfolgung, Not, Zwang und Leiden erschreckend direkt vorwegnehmen, schildern, in Bilder fassen. Sowie Berichten von Überlebenden, die in einer dauerhaft beschädigten Realität weiterexistieren - denen Wirklichkeit nur mehr ein Schatten ist - die nur in den Träumen toter Anderer sich noch 'am Leben' wähnen.
Im 20. Jahrhundert haben sich Traumaufzeichnungen als eine eigene literarische Gattung etabliert - durch eine Fülle (oft entlegener) Veröffentlichungen. Nachforschend, aufstöbernd, einkreisend, ebenso sorgsam wie behende führt die Autorin durch diesen bislang wenig erschlossenen Kosmos.
Es treten Anna Achmatowa, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Charlotte Beradt, Jean Cayrol, Hélène Cixous, Franz Fühmann, Graham Greene, Wieland Herzfelde, Otto Dov Kulka, Primo Levi, Paula Ludwig, Elsa Morante, Heiner Müller, Georges Perec, Jorge Semprún, Vercors, Marguerite Yourcenar und viele andere auf.
Umherschwebendes BewußtseinDas Träumen hat an der Geschichte teil
Die Sowjetwolke
Nach der Katastrophe
Traum des Kollektivs
Das Dritte Reich des Traums
Im Jahrhundert des Traums
Revolution und Traum
Psychoanalyse auf dem Mond
Eine bestimmte Art des Menschseins überhaupt
Kein Gespräch in Buchenwald
Post scriptum
Traumbücher - Vom Genre des Jahrhunderts
Zu Besuch im KZ
Ein Krieg, der alles ändert
Die dreißiger Jahre
Gefangen
Ein besonderes Jahr?
Wiederkehrende Träume. Ein Bilderatlas
Geschichten im Zug
Fortschritte der Zivilisation
Ich - ein Tier?
Nacht aus Blei
Das Ende der Welt - oder der gestirnte Himmel
Zerträumte Traditionen
Von Kafka träumen
Das lachende Meer
Von Goethe träumen
Väter
Du sollst nicht wiederkommen tot ist tot
Lazarus im Lager
Der Buchstabe D
Träumen die Toten?
Die Wiederkehr der Alkestis
Vom Aufwachen Barbara Hahn, geboren 1952 in Esslingen, studierte Germanistik, Philosophie und Geographie in Berlin und Marburg. Sie war Professorin an der Princeton und der Vanderbilt University und ist eine der Hauptherausgeberinnen der kritischen Hannah-Arendt-Ausgabe sowie der Edition des Werks von Rahel Levin Varnhagen. »Hahns großer Essay führt eindrücklich vor Augen, dass Wachen und Schlafen im letzten Jahrhundert nicht mehr scharf voneinander zu trennen sind. Der Traum, durch das Lager gegangen, endet nicht mehr im Aufwachen - es gibt kein Aufwachen -, sondern im Tod.« Linda Maeding literaturkritik.de 20180711



