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Description
In der letzten der im Sommersemester 1959 gehaltenen Vorlesungen zu Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, die nun als Taschenbuch vorliegen, spricht Adorno von einem dialektischen Denken, »dessen Elemente ich Ihnen an Kant entwickelt habe«. Deutlicher konnte Adorno nicht sagen, worum es ihm ging: nicht um immanente Auslegung des historischen Kant, sondern in Auseinandersetzung mit Kants Transzendentalphilosophie um »die Grundlegung der philosophischen Position, wie ich sie vertrete« - und für die er erst später den Namen »negative Dialektik« fand.
1.Vorlesung: METHODISCHES UND INTENTIONEN 9- Begründung von Objektivität der Erkenntnis im Subjekt
- Zerfall der Autorität Kants; Metaphysik und "Seinsfrage" in der "Kritik der reinen Vernunft"
- Geschichtsphilosophische Erfahrungen lesbar machen
- Grundlegung der mathematischen Naturwissenschaft; Einschränkung der Möglichkeit absoluter Erkenntnis
- Ausdruck bürgerlicher Entsagung; Verbot des "Ausschweifens in intelligible Welten"; Selbstreflexion der Vernunft bei Kant und im nachkantischen Idealismus
- Vertrauen in die mathematischen Naturwissenschaften
- Hauptfrage: »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?«; Philosophiegeschichte als Geschichte der Kritik (1)
- Urteil und Satz; Analytische und synthetische Urteile; Apriori und Aposteriori
- Zur Kantischen "Nüchternheit"; Zeitlosigkeit der Wahrheit (1) 23
2. Vorlesung: BEGRIFF DES TRANSZENDENTALEN 25
- Falsches Beispiel
- Logische Urteile und Bezugssystem
- Unterschiedene und einheitliche Vernunft
- Gegen Forderung der Voraussetzungslosigkeit; >Fundierungswahn< und Idealismus
- Organisation des Geistes als Gegebenes
- Kants Differenz vom Idealismus; Intention aufs System und Bewußtsein des >Blocks<
- Zum Begriff des Transzendentalen (1)
- Transzendental und transzendent
- Transzendentales als Niemandsland (1)
3. Vorlesung: BEGRIFF DES TRANSZENDENTALEN (II)
- Zeitlosigkeit der Wahrheit (II)
- Residualtheorie der Wahrheit und Erfahrung
- Urbürgerliches im Wahrheitsbegriff, Metaphorischer Gehalt, Erkenntnis und Tauschverhältnis
- "Unabhängig von Erfahrung" und "Für alle zukünftige Erfahrung"; Synthetische Urteile a priori und Erfahrung vermittelt; Deiktische Bestimmung und Definition
- Gültigkeitsprüfung durch Reflexion; Kritik und "Erzeugung"
- Verites des raison und empiristische Skepsis; Rettung der Ontologie (I)
- Transzendentales als Niemandsland (II); Kopernikanische Wendung: Selbstreflexion der Vernunft
4. Vorlesung: METAPHYSIK
- Begriff der Metaphysik
- Zur Disposition der »Kritik der reinen Vernunft«; Metaphysik als Frage nach den synthetischen Urteilen a priori
- Metaphysik als "Naturanlage"
- Zum nachkantischen Idealismus
- Metaphysik als Wissenschaft
- Residualcharakter der Metaphysik
- Metaphysische Sätze als synthetische Urteile a priori
- Rückfrage aufs Subjekt; Einheit der Vernunft
- Form und Inhalt der Erkenntnis
5. Vorlesung: METAPHYSIK (II)
- Mittelbare Kritik der Metaphysik; Kant und die Aufklärung
- Begriff des Spekulativen bei Kant und seinen Nachfolgern
- Form, die sich als Inhalt verkennt
- Metaphysik als "Kampfplatz"
- Urpseudos des "Ersten"; Naturbeherrschung in der Ursprungsphilosophie
- Zur Dichotomie von Erfahrung und Vernunft
- »Kritik der reinen Vernunft« als "Gerichtshof"; Zum Begriff der Autonomie
- Philosophiegeschichte als Geschichte der Kritik (11)
- Zum Programm der Aufklärung
6. Vorlesung: AUFKLÄRUNG
- Kants Verhältnis zur Aufklärung
- Wider den Dogmatismus der Metaphysik
- Zur Methode (I): Mikrologie; Kritik des "thema probandum"
- Forderung des ungehemmten Vernunftgebrauchs; Aufklärung subjektiv eingeschränkt
- Aufklärung arbeitsteilig eingeschränkt; Affirmativer Charakter bei Kant und Hegel; Rationalität und Irrationalität der bürgerlichen Gesellschaft
- Aufklärung als Entmythologisierung; Kritik des Anthropomorphismus
- Identität und Nichtidentität (I); "Block"
- Zur Frage der Dialektik
7.Vorlesung: ERKENNTNIS ALS TAUTOLOGIE
- Identität und Nichtidentität (II); Erkenntnis als Tautologie (I); Zu Hegels L Adorno, Theodor W.Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der »Frankfurter Schule«, die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen. Tiedemann, RolfRolf Tiedemann wurde 1932 in Hamburg geboren. Im Zuge seines Studiums der Philosophie, Germanistik und Soziologie in Hamburg, Göttingen, Berlin und schlussendlich in Frankfurt am Main, war Tiedemann ab 1959 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als persönlicher Assistent bei Theodor W. Adorno beschäftigt. 1964 promovierte er mit der ersten Dissertation über Walter Benjamin bei Adorno und Max Horkheimer. Gemeinsam mit Hermann Schweppenhäuser übernahm er 1970 die Herausgeberschaft der Gesamtausgaben von Adorno und Walter Benjamin. Von 1985 bis 2002 war er Direktor des Theodor W. Adorno Archivs in Frankfurt, von wo aus er u.a. die Ausgaben der Nachgelassenen Schriften Adornos initiierte. Vielfach rezipiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt sind die von Tiedemann edierten Bände des Passagenwerks von Benjamin und der Ästhetischen Theorie sowie des Beethoven von Adorno.Rolf Tiedemann verstarb am 29. Juli 2018.



