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Description
(Text)
Museen, Kunst, Luxusgüter, Immobilien, Tourismus - für Luc Boltanski und Arnaud Esquerre sind dies zentrale Felder einer neuen Ökonomie, eines neuen Kapitalismus. Dieser prägt zunehmend unsere Gesellschaften und dient vor allem der Bereicherung der Reichen. Sein Ziel ist nicht mehr die industrielle Warenproduktion, sondern die Anreicherung von bereits vorhandenen Dingen mit einer bestimmten Geschichte oder Tradition. Die Autoren verfolgen den Aufstieg dieser postindustriekapitalistischen Ökonomie und zeigen, wie sie - befördert von Medien und Politik - neue soziale Rollen schafft: Rentiers und Bedienstete, Kreative und Zukurzgekommene.
(Table of content)
Teil I: Wertverlust und Wertschöpfung
Das Zeitalter der Bereicherungsökonomie
Die Deindustrialisierung in den westeuropäischen Ländern
Alte und neue Stätten des Wohlstands
Die Omnipräsenz angereicherter Dinge
Der Luxusboom
Die Patrimonialisierung
Die Entwicklung des Tourismus
Die Zunahme von kulturellen Aktivitäten
Der Kunsthandel
Arles: Von der Lokomotivwerkstatt zur Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst
Erste Schritte hin zur Bereicherung
Die Charaktereigenschaften einer Bereicherungsökonomie
Ressourcen der Bereicherungsökonomie
Wandel der französischen Kulturpolitik
Neue Perspektiven der Wirtschaftsanalyse
Eine Umstellung auf mehreren Ebenen
Von der patrimonialen Zierde zum Unternehmen Kulturerbe
Lokale Umbrüche innerhalb des globalen Kapitalismus
Im Namen der Dinge
Teil II: Preise und Wertermittlungsformen
Der Handel mit Dingen
Der Warencharakter
Über die Zirkulation der Dinge
In andere Hände übergehen
Die Bestimmung
Preis und Metapreis
Kritik des Preises
Der Wert als Rechtfertigung des Preises
Über den Preis als Baustein der Realität
Die Wertermittlungsformen
Struktur und Transformationsgruppe der Wertermittlungsformen
Die analytische und die narrative Präsentation eines Dings
Das Problem der Wertermittlung durch Bilder
Über die Reproduktion der Dinge
Leerstellen, Totalitäten und Seltenheit
Institutionen und Wertermittlungsformen
Strukturalismus und Kapitalismus
Konkurrenz aus systemischer Perspektive
Kapitalismus und Märkte
Die Rolle der Reflexivität
Die Struktur der Wertermittlungsformen
Teil III: Die Warenstrukturen
Die Standardform
Das Modell der Standardform
Standardform und industrielle Produktion
Prototypen und Exemplare
Das ungebremste Wuchern unpersönlicher Dinge
Die Binnenspannung der Standardform
Die Standardform als Anlass zur Beunruhigung
Standardisierung und Differenzierung
Die Geschichtlichkeit der Wertermittlungsformen
Von Geschäften mit Dingen zur Warenzirkulation
Die Auswirkungen der Standardisierung auf die Bildung der Wertermittlungsformen
Materielle Ökonomie, immaterielle Ökonomie
Die Sammlerform
Die Modernität der Sammlerform
Das Dispositiv des systematischen Sammelns
Sammlerobjekte
Preis und Wert der Sammlerstücke
Die Sammelgebiete
Die Struktur der Sammlerform
Sammeln und Bereichern
Die Nützlichkeit des Nutzlosen
Wie das Sammeln vom Marketing aufgegriffen wird
Wie die Luxusunternehmen die Sammlerform verwenden
Vom Holzhandel zu Luxusprodukten: Die Verwandlung des Pinault-Konzerns in den Kering-Konzern
Das Vermögen der besonders Wohlhabenden abschöpfen
Wert und Preis der Luxusprodukt-Marken
Standardprodukte mit »Sammlereffekt« und Sammlerprodukte
Sammlerform und zeitgenössische Kunst
Die Widersprüchlichkeit der Bereicherungsökonomie
Die Trendform
Trend, Zeichen und Distinktion
DieStruktur der Trendform
Die ökonomischen Vorgaben der Trendform
Von der Trendform zur Sammlerform
Die Anlageform
Charaktereigenschaften der Anlageform
Über die Liquidität der Dinge als Kapitalanlagen
Das Marktpotenzial von Kapitalanlagen
Teil IV: Wer von der Vergangenheit profitiert
Profit in der kommerzialisierten Gesellschaft
Konkurrenz und Ausdifferenzierung
Profit und Mehrwert durch Arbeit
Profit und kaufmännischer Mehrwert
Den Standort der Waren oder den



