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Description
»Entzauberung« ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Moderne. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich? Sind Max Webers kanonisch gewordene Vorstellungen überhaupt haltbar - oder alternativlos? Hans Joas unternimmt in seinem hochgelobten Buch den Versuch, »Entzauberung« zu entzaubern. In Auseinandersetzung mit Weber entwirft er eine Theorie, die dem machtstützenden Potenzial von Religion ebenso gerecht werden kann wie dem machtkritischen; und er setzt an die Stelle des Geschichtsbilds vom unaufhaltsamen Fortschritt der Entzauberung ein Spannungsfeld zwischen Sakralisierung, ihrer reflexiven Brechung und den Gefahren ihrer Aneignung in Machtbildungsprozessen. Das beinhaltet Zumutungen - für Gläubige wie für Säkulare.
VorwortEinleitung
Religionsgeschichte als Religionskritik? David Hume und die Folgen
Religiöse Erfahrung und die Lehre von den Zeichen
Das Ritual und das Heilige: Zur Anthropologie der Idealbildung
Vielfalt der Idealbildung oder Prozeß der Entzauberung? Die Syntheseversuche von Ernst Troeltsch und Max Weber
Transzendenz als reflexive Sakralität: Die »Achsenzeit« als Einschnitt in der Religionsgeschichte
Spannungsverhältnisse: Eine neue Deutung von Max Webers »Zwischenbetrachtung«
Das Heilige und die Macht: Kollektive Selbstsakralisierung und ihre Überwindung
Literatur
Namenregister
Sachregister Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und lehrt als Mitglied des Committee on Social Thought an der University of Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hans-Kilian-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Prix Ricoeur, dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen und zuletzt für das wissenschaftliche Lebenswerk mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. »Die Macht des Heiligen ist das wohl meistdiskutierte religions-soziologische Buch der vergangenen Monate.« Valentin Feneberg Der Tagesspiegel 20180328



