Description
Markiert vom Spannungsbogen Distanz-Dialog hat in den achtziger Jahren im Umkreis der Ethnologie und Kulturanthropologie eine grundsätzliche Debatte zu Fragen der Repräsentation, der - textlichen - Objektivierung der Anderen eingesetzt. Mit der Ethno-Graphie, der Darstellung des Fremden, rückte ein lange vernachlässigter und unterschätzter Aspekt der kognitiven Aneignung »nicht-westlicher« Gesellschaften ins Blickfeld. Konzentriert ist diese Diskussion in den angelsächsischen Ländern und vor allem in den USA. Wie die Beziehung zum Anderen selbst verweist auch die Reflexion auf diese Beziehung auf eine spezifische historische Konstellation.
Bisher finden sich im deutschsprachigen Raum nur wenige Beiträge zu dieser Debatte. Der vorliegende Band möchte in die Diskussion der konstitutiven Bedingungen - und Aporien - der sozial- und kulturwissenschaftlichen Fremdrepräsentation einführen und zentrale Beiträge vorstellen.
Fuchs, Martin: _. Berg, Eberhard: Einleitung. Phänomenologie der Differenz. Reflexionsstufen ethnographischer Repräsentation. Clifford, James: Über ethnographische Autorität. Rabinow, Paul: Repräsentationen sind soziale Tatsachen. Moderne und Postmoderne in der Anthropologie. Clifford, James: Über ethnographische Allegorie. Thornton, Robert J.: Die Rhetorik des ethnographischen Holismus. Tedlock, Dennis: Fragen zur dialogischen Anthropologie. Tyler, Stephen: Zum "Be/Abschreiben" als "Sprechen für". Ein Kommentar. Tedlock, Dennis: Über die Repräsentation des Diskurses im Diskurs. Eine Replik. Asad, Talal: Übersetzen zwischen Kulturen. Ein Konzept der britischen Sozialanthropologie. Fabian, Johannes: Präsenz und Repräsentation. Die Anderen und das anthropologische Schreiben. Bourdieu, Pierre: Narzißtische Reflexivität und wissenschaftliche Reflexivität. Rosaldo, Renato: Der Kummer und die Wut eines Kopfjägers. Über die kulturelle Intensität von Emotionen. Das, Veena: Der anthropologische Diskurs über Indien. Die Vernunft und ihr Anderes.


