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Description
Roland Barthes war 63 Jahre alt, als er beschloß, ein »neues Leben« zu beginnen. Er wollte nicht mehr Vorlesungen über Literatursemiologie halten, sondern einen Roman schreiben. Es gelang ihm nicht. Stattdessen schrieb er eine Vorlesung über die Schwierigkeiten, einen Roman zu schreiben. Anhand der Biographien von Flaubert, Kafka und Proust behandelt er all die inneren und äußeren Antriebe und Hemmnisse, die ein Schriftsteller bewältigen muß, um den Schritt »vom Schreibenwollen zum Schreibenkönnen« zu meistern. Am Ende der »Vorbereitung des Romans« stand kein Roman. Zwei Tage nach der letzten Vorlesungssitzung erlitt Roland Barthes am 26. März 1980 jenen Verkehrsunfall, an dessen Folgen er sterben sollte. Mit Die Vorbereitung des Romans, Wie zusammen leben (es 2402) und Das Neutrum (es 2377) liegen seine Vorlesungen am Collège de France nun vollständig in deutscher Übersetzung vor.
Barthes, RolandRoland Barthes wurde am 12. November 1915 in Cherbourg geboren und starb am 26. März 1980 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er studierte klassische Literatur an der Sorbonne und war danach als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ungarn, Rumänien und Ägypten tätig. Ab 1960 unterrichtete er an der École Pratique des Hautes Études in Paris. 1976 wurde er auf Vorschlag Michel Foucaults ans Collège de France auf den eigens geschaffenen Lehrstuhl »für literarische Zeichensysteme« berufen. In Essais critiques beschäftigt sich Barthes mit dem avantgardistischen Theater. Prägend für ihn waren unter anderem Brecht, Gide, Marx, de Saussure sowie Jacques Lacan. Zudem war Barthes ein musikbegeisterter Mensch, vor allem als Pianist und Komponist. Brühmann, HorstHorst Brühmann, geboren 1951 in Borken, studierte Philosophie, Politik- und Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main. Er war als Lehrbeauftragter an der Universität in Frankfurt am Main und Lektor im wissenschaftlichen Lektorat tätig. Heute arbeitet er hauptberuflich als Übersetzer für wissenschaftliche Texte. »Barthes entdeckt die Literatur neu als Drama des Wunsches zu schreiben, seiner Finessen, seiner Listen und Verwegenheiten: alles sagen zu wollen oder sich ins Schweigen zurückzuziehen ... « Henning Ritter Frankfurter Allgemeine Zeitung


