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Description
Justine Diemke-Horst greift mit Fragen nach dem Vorkommen und der Bewertung von Depressionen in der Antike ein bislang in den Altertumswissenschaften noch kaum beachtetes Thema auf.
In der Fachliteratur tritt die Depression als modernes Krankheitsbild hervor, was die Frage nach der longue durée der Krankheit verstärkt in den Vordergrund rückt. Entgegen der in der Forschungslandschaft weit verbreiteten Idee, Depression als ein Konstrukt der Moderne zu fassen, greift das Buch den heute unter dem medizinischen Begriff "Depression" eingefassten Gemütszustand als ein in der Antike bereits bekanntes Phänomen auf. Durch die Untersuchung zahlreicher antiker Quellengattungen gelingt es der Autorin, ein Inventar an Begriffen, mit denen Zustände der Schwermut beschrieben wurden, herauszuarbeiten und zu analysieren. Damit schließt das Buch nicht nur eine große Forschungslücke, sondern eröffnet zugleich die Chance, den Zustand der Depression als anthropologische Universalie neu zu denken und zu diskutieren.
Justine Diemke (geb.1996) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Alte Geschichte an der Universität Hamburg. Sie studierte an der Universität Hamburg Geschichte und Klassische Archäologie. Nach ihrem Studium war sie für einen Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford. Derzeit promoviert sie an der Universität Hamburg zu dem Thema "Depressionen" in der Antike. Neben ihrem Dissertationsprojekt forscht sie im Rahmen eines Drittmittelprojektes zu Duftstoffen in der Antike. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen ebenso die sensory studies, Emotionen sowie die antike Gewaltforschung. Justine Diemke ist derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Alte Geschichte an der Universität Hamburg.


