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Description
(Text)
Die Besetzung von Frauenrollen durch Sänger sowie die Übernahme männlicher Partien durch Sängerinnen war in den ersten beiden Jahrhunderten der Operngeschichte gängige Praxis. Dieses Phänomen des Cross-gender Castings analysiert Kordula Knaus in diesem Band unter Einbeziehung historischer Kontexte und Wahrnehmungsperspektiven.
Beginnend bei der Unterrepräsentation von Frauen auf den Opernbühnen im 17. Jahrhundert spannt sie einen Bogen von männlichen Ammen und Sängerinnen als jugendliche Liebhaber über Kastraten als Primadonnen an römischen Theatern bis hin zur Entstehung der Hosenrolle im 18. Jahrhundert. Sie thematisiert die Hintergründe dieser Besetzungsentscheidungen, die Entwicklung von Stereotypen im Cross-gender Casting, die musikalischen und darstellerischen Anforderungen an Sängerinnen und Sänger sowie die jeweilige Bedeutung und Wahrnehmung von Geschlecht.
(Review)
"Es handelt sich um die erste detaillierte Übersicht zur 'gegengeschlechtlichen' Besetzungspraxis der italienischen Oper (venezianische Oper des Seicento, Opera seria, Intermezzo, Opera buffa) über fast zwei Jahrhunderte hinweg. Dies gilt umso mehr, als auch entsprechende Traditionen in Schauspielen, Commedia dell'arte und französischem Theater herangezogen und deren Wechselwirkungen innerhalb verschiedener Gattungen des Musiktheaters aufgezeigt werden." Saskia Maria Woyke ACT - Zeitschrift für Musik und Performance, 2012/3 20190901
(Author portrait)
Kordula Knaus studierte Konzertfach Gitarre an der Kunstuniversität und Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, daneben Dramaturgie- und Regieassistenz am Opernhaus.
Seit Juli 2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz.
2003: Promotion,
Frühjahr 2007: Gastprofessur am New York City College.
2010: Habilitation.
Seit Januar 2010: Assistenzprofessorin an der Universität Graz.
Forschungsschwerpunkte: Italienische und deutsche Oper, Alban Berg, Genderforschung.



