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Description
Anna Seghers hat 'Transit' selbst als "Liebes- und Abenteuergeschichte" bezeichnet. Davon ist in den Texten über 'Transit' nur selten die Rede. 'Liebe' und 'Abenteuer' aber stehen im Zentrum dieses Buches, sie sind mit ihren dynamischen, grandiosen und magisch-mythischen Anteilen in den Begriff des Begehrens eingebunden. Die hier praktizierte Lektüre macht deutlich, dass die am Romanende sich einstellende Vision einer das Begehren ausgrenzenden solidarischen Gemeinschaft bereits durch die radikale Formung des Erzählvorgangs dekonstruiert wird. Sie plädiert deshalb für ein offenes Verständnis des Seghers'schen Exilwerks, in dem das Verhältnis von Begehren und Solidarität neu auszutarieren wäre. Dies gilt in je unterschiedlicher Weise auch für 'Überfahrt' und 'Aufstand der Fischer von St. Barbara'.Die Lektüre dieser Texte greift auf theoretische Aussagen von Simmel (zum Abenteuer), von Lacan (zum Begehren) und von Girard (im Zusammenhang mit der Figur des Dritten) zurück. Dadurch soll der Blick für die im Text sich ausgestaltenden Subjektkonstellationen geschärft werden, ohne diese zu pathologisieren. Anna Seghers hat 'Transit' selbst als "Liebes- und Abenteuergeschichte" bezeichnet. Davon ist in den Texten über 'Transit' nur selten die Rede. 'Liebe' und 'Abenteuer' aber stehen im Zentrum dieses Buches, sie sind mit ihren dynamischen, grandiosen und magisch-mythischen Anteilen in den Begriff des Begehrens eingebunden. Die hier praktizierte Lektüre macht deutlich, dass die am Romanende sich einstellende Vision einer das Begehren ausgrenzenden solidarischen Gemeinschaft bereits durch die radikale Formung des Erzählvorgangs dekonstruiert wird. Sie plädiert deshalb für ein offenes Verständnis des Seghers'schen Exilwerks, in dem das Verhältnis von Begehren und Solidarität neu auszutarieren wäre. Dies gilt in je unterschiedlicher Weise auch für 'Überfahrt' und 'Aufstand der Fischer von St. Barbara'.Die Lektüre dieser Texte greift auf theoretische Aussagen von Simmel (zum Abenteuer), von Lacan (zum Begehren) und von Girard (im Zusammenhang mit der Figur des Dritten) zurück. Dadurch soll der Blick für die im Text sich ausgestaltenden Subjektkonstellationen geschärft werden, ohne diese zu pathologisieren.



