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Description
Pascale Hugues, die Autorin des Bestsellers Marthe und Mathilde, folgt in ihrem neuen Buch den Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh starb. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, das man hinter schützenden Lügen verbirgt. In diesem Buch kommt sie ihrer Mutter, die trotz ihrer bipolaren Störung so voller Leben war, wieder näher.
Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar.
Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche.
Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.
Pascale Hugues, geboren in Straßburg, ist Journalistin und Schriftstellerin. Mit ihrem ersten Buch Marthe und Mathilde gelang ihr auf Anhieb ein Bestseller. Für ihr Buch Ruhige Straße in guter Wohnlage erhielt sie den Prix Simone Veil und den Europäischen Buchpreis. Pascale Hugues ist Deutschlandkorrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins Le Point, war Kolumnistin beim Tagesspiegel und schreibt regelmäßig für verschiedene deutsche Medien. Sie lebt in Berlin.
Claudia Steinitz, 1961 in Berlin geboren. Sie übersetzte u. a. Nancy Huston, Claude Lanzmann, Yannick Haenel, Virginie Despentes und Emma Becker aus dem Französischen. Ausgezeichnet mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Jane Scatcherd-Preis.
Diese Recherche muss der Tochter, der Journalistin und Autorin das lange Leiden der Mutter und ihr tragisches Ende erträglich gemacht haben. Und mehr noch: eine Sprache für ihre Mutter gefunden zu haben und eigentlich auch einen Platz im Leben. Jens Büchsenmann NDR Kultur "Neue Bücher" 20260409


