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Description
Die produktive Rezeption der Werke von Thomas Mann stellt ein Forschungsgebiet dar, das noch kaum erkundet ist. Über Jahrzehnte wurde der Blick durch das zählebige Klischee verstellt, Thomas Mann habe keinerlei Einfluss auf die Literatur ausgeübt, gipfelnd in dem Superlativ, er sei der wirkungsloseste Autor der Weltliteratur. Mit seiner in jahrelanger Arbeit entstandenen Studie über die weltweite produktive Rezeption des "Zauberbergs" tritt Uwe Neumann den Gegenbeweis an. Anhand einer einzigartigen Materialfülle wird veranschaulicht, wie sehr der "Zauberberg" seit nunmehr 100 Jahren auf Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Anreger gewirkt hat. Die Spannbreite der Auseinandersetzungen ist sehr komplex und vielgestaltig, sie reicht von punktuellen Anspielungen bis zu Fortschreibungen und Gegenentwürfen. Der Roman ist ein "global player", seine Strahlkraft einzig vergleichbar mit den Wirkungen von Kafka, Joyce und Proust. Überdies ist er aktueller denn je, gerade die vergangenen 25 Jahre zeigen national wie international eine besonders intensive Rezeption. Dass die umfangreiche Studie von Uwe Neumann in ihrem Forschungszweig ein zukünftiges Standardwerk darstellen wird, darf bereits als sicher gelten. Alexander Honold spricht von einem "herausragenden Forschungsereignis".



