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Description
Zeitlebens wollte Nobelpreisträger Canetti, der sich stets als "Todfeind" bezeichnete, dieses Buch schreiben. Mit dem Phänomen Tod hat er sich über Jahrzehnte hinweg beschäftigt, und er hat zahlreiche Anläufe unternommen, um das Thema mit seiner anthropologischen Methode einzukreisen: Canetti las Dichter und Philosophen, sammelte Märchen, Mythen und Riten. Das Buch ist die Quintessenz seiner lebenslangen Auseinandersetzung, und immer wieder kommt hier die Eleganz seines Denkens und Schreibens zum Ausdruck. Peter von Matt ergänzt dieses wichtige Buch um einen großen Essay über Canetti und dessen Todfeindschaft. Elias Canetti wurde 1905 in Rustschuk/Bulgarien geboren und wuchs in Manchester, Zürich, Frankfurt und Wien auf. 1929 promovierte er in Wien zum Dr. rer. nat. 1930/31 erfolgte die Niederschrift seines Romans »Die Blendung«, der 1935 erschien. 1938 emigrierte Canetti nach London, wo er anthropologische und sozialhistorische Studien zu »Masse und Macht« (1960) aufnahm. Ab den 1970er-Jahren lebte er vorwiegend in der Schweiz und erlangte weiterreichende Berühmtheit mit seinen Theaterstücken, den Aufzeichnungen und den autobiographischen Büchern, darunter »Die gerettete Zunge«. 1981 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. 1994 starb er in Zürich. Sven Hanuschek, geboren 1964, ist Publizist und Professor am Institut für deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von ihm erschienen bei Hanser und Zsolnay Biografien über Erich Kästner (2024), Arno Schmidt (2022) und Laurel und Hardy (2010). Er ist der Biograf Elias Canettis (2005), Mitherausgeber des »Buchs gegen den Tod« (2014) und der Briefe Canettis, »Ich erwarte von Ihnen viel« (2018). Zusammen mit Kristian Wachinger ist er Hauptherausgeber der Zürcher Ausgabe. Von dieser kritischen Ausgabe sämtlicher Werke von Elias Canetti erschienen bei Hanser bisher »Der Ohrenzeuge« und »Die gerettete Zunge« (2025). Sven Hanuschek lebt in München. Peter von Matt (Luzern 1937 - Zürich 2025) war bis 2002 Professor für Germanistik an der Universität Zürich. Er war Mitglied verschiedener Akademien und des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. 2014 wurde er mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt: Das Kalb von der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz (2012), Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur (2017) und Übeltäter, trockne Schleicher, Lichtgestalten. Die Möglichkeiten der Literatur (2023). Kristian Wachinger, geboren 1956, Germanist und Romanist, ist Stiftungsrat der Canetti Stiftung in Zürich und seit 2003 (Mit-)Herausgeber mehrerer Editionen aus dem Nachlass von Elias Canetti: »Party im Blitz« (2003), »Briefe an Georges« (2006), »Liebhaber ohne Adresse« (2011), »Das Buch gegen den Tod« (2014), »Ich erwarte von Ihnen viel« (2018) und des Bildbandes »Elias Canetti. Bilder aus seinem Leben« (2005). Zusammen mit Sven Hanuschek ist er Hauptherausgeber der Zürcher Ausgabe. Von dieser kritischen Ausgabe sämtlicher Werke von Elias Canetti erschienen bei Hanser bisher »Der Ohrenzeuge« und »Die gerettete Zunge« (2025). Kristian Wachinger lebt in Berlin. Peter von Matt (Luzern 1937 - Zürich 2025) war bis 2002 Professor für Germanistik an der Universität Zürich. Er war Mitglied verschiedener Akademien und des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. 2014 wurde er mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt: Das Kalb von der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz (2012), Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur (2017) und Übeltäter, trockne Schleicher, Lichtgestalten. Die Möglichkeiten der Literatur (2023). "Canetti zeigt sich hier in seiner ganzen formalen und gedanklichen Breite." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 19.03.14 "Eine geistige Intensivkur." Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 15.03.14 "Obwohl die persönliche Auflehnung gegen den Tod das beherrschende Thema ist, lohnt die Lektüre vor allem wegen der vielfältigen Aspekte, die der Tod für Canetti hatte." Armin Ayren, Stuttgarter Zeitung, 17.04.14 "Kein Tod geht zu Ende. Lektüre für Minuten, Denkstoff für viele Stunden." Christine Richard, Basler Zeitung, 17.04.14 "Schreiben, das aus den gewundenen Tiefen des Herzens kommt." Michael Girke, der Freitag, 08.05.14 "Denn auch 20 Jahre nach seinem Tod steht eines fest: Elias Canetti ist quicklebendig - jedenfalls in seinen Schriften." Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel, 13.06.14 "Wenn der Hanser Verlag in dieser Saison nur dieses eine Werk veröffentlicht hätte, Canettis 'Buch gegen den Tod', er hätte seinen Job getan." Michael Maar, Die Zeit, 18.06.14 "Ein überaus lesenswertes Fragment." Günter Kaindlstorfer, WDR 5, 19.07.14
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