Warum Klassiker lesen ? (Edition Akzente) (2012. 320 S. 204 mm)

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Warum Klassiker lesen ? (Edition Akzente) (2012. 320 S. 204 mm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783446241183

Description


(Short description)

Was ist eigentlich ein Klassiker? "Klassiker sind Bücher, die jedesmal um so neuer, unerwarteter, bahnbrechender wirken, wenn man sie wiederliest ..." Der das sagte, Italo Calvino, lädt in seinen Aufsätzen über Manzoni und Montale, die Odyssee und den rasenden Roland, Stendhal und Raymond Queneau ein, ihn auf einer Entdeckungsreise zu begleiten. Und wer könnte ein besserer Reisegefährte sein als dieser ebenso gelehrte wie unterhaltsame Leser?
(Extract)
"Beginnen wir mit einigen Definitionsvorschlägen.
1.Klassiker sind die Bücher, von denen man üblicherweise sagt: "Ich lese gerade wieder " und nie "Ich lese gerade "
Zumindest geht es den Leuten so, die man für "sehr belesen" hält; es gilt nicht für die Jugend ein Alter, in dem die Begegnung mit der Welt, und mit den Klassikern als Teil der Welt, ihre Gültigkeit eben aus der Tatsache bezieht, daß sie eine erste Begegnung ist.
Der Ausdruck "wiederlesen" kann eine kleine Heuchelei derer sein, die sich schämen zuzugeben, daß sie ein berühmtes Buch nicht gelesen haben. Um sie zu beruhigen, reicht es anzumerken, daß, so umfangreich die "Bildungslektüre" eines Individuums auch sein mag, immer eine riesige Anzahl grundlegender Werke übrigbleibt, die man nicht gelesen hat.
Wer den ganzen Herodot oder den ganzen Thukydides gelesen hat, hebe die Hand. Und Saint-Simon? Und den Kardinal von Retz? Aber auch die großen Romanzyklen des 19.Jahrhunderts werden häufiger erwähnt als gelesen. In Frankreich beginnt man Balzac in der Schule zu lesen, und aus der Anzahl der Ausgaben, die im Umlauf sind, könnte man schließen, daß er auch später weiter gelesen wird. Wenn man aber in Italien eine Umfrage durchführen würde, befürchte ich, daß Balzac im Rennen ganz hinten läge. Die Dickens-Liebhaber in Italien sind eine kleine Elite von Leuten, und wenn sie sich begegnen, beginnen sie unverzüglich, sich an Personen und Episoden zu erinnern, als würden sie sie persönlich kennen. Vor einigen Jahren unterrichtete Michel Butor in Amerika und war es überdrüssig, immer nach Emile Zola gefragt zu werden, den er nie gelesen hatte. Daher beschloß er, den gesamten Zyklus der Rougon-Macquart zu lesen und entdeckte, daß das Buch ganz anders war, als er es sich vorgestellt hatte: ein wunderbarer mythologischer und kosmogonischer Stammbaum, den er in einem herrlichen Essay beschrieb.
Soviel nur, um zu sagen, daß es ein außerordentliches Vergnügen ist, ein großes Buch in reifem Alter zum ersten Mal zu lesen: anders (aber man könnte nicht sagen besser oder schlechter) als das Lesen in der Jugend. Die Jugend verleiht der Lektüre wie jeder anderen Erfahrung auch einen besonderen Geschmack und eine besondere Bedeutung; während man im reifen Alter eher viele Details, Ebenen und Bedeutungen zu schätzen weiß (oder schätzen sollte). Wir können also diese andere Definition versuchen:
2.Es werden die Bücher Klassiker genannt, die für den, der sie gelesen und geliebt hat, einen Reichtum darstellen aber sie stellen einen nicht minder großen Reichtum für den dar, der sich das Glück vorbehält, sie zum ersten Mal unter den besten Bedingungen zu lesen, um sie richtig zu genießen.
In der Jugend kann das Lesen unergiebig sein aus Ungeduld, Zerstreutheit, Unkenntnis der Gebrauchsanweisung oder Mangel an Lebenserfahrung. Es kann vielleicht gleichzeitig in dem Sinne bildend sein, daß es den zukünftigen Erfahrungen eine Form verleiht, Modelle, Bezugsrahmen, Vergleichsmaßstäbe, Klassifikationsschemata, Wertsysteme und Muster für Schönheit liefert: alles Dinge, die weiterhin wirken, selbst wenn man sich an das in der Jugend gelesene Buch kaum oder gar nicht mehr erinnert. Wenn wir das Buch im reifen Alter erneut lesen, kommt es vor, daß wir diese Konstanten wiederfinden, die inzwischen Teil unserer inneren Mechanismen geworden sind, und manche Werke haben also die besondere Macht, einen Samen zu hinterlassen, auch wenn man sie vergißt. ..."

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