Description
Die besondere körperliche oder psychische Schadensanfälligkeit von Geschädigten spielt im Haftungsrecht eine zentrale Rolle. Diese Arbeit zeigt auf, wann der Schädiger das Risiko einer besonderen Schadensanlage trägt und wo die Grenzen der Zurechnung verlaufen. Auf Grundlage des 823 Abs. 1 BGB werden allgemeine Maßstäbe entwickelt, deren Übertragung auf die Arzthaftung untersucht und um die Frage ergänzt, inwieweit Berufsträger berufsspezifische Risiken entschädigungslos hinnehmen müssen. »The Specific Constitution of the Injured Party, Considering the Profession-Specific Occupational Risks«: The particular physical or psychological vulnerability of injured parties plays a central role in liability law. It is shown when the injuring party bears the risk of such a heightened vulnerability and where the limits of attribution lie. Based on 823 Abs. 1 BGB general standards are developed and their transfer to medical liability is evaluated. Furthermore, the analysis examines to what extent professionals must accept occupation-specific risks without compensation. Einleitung1. GrundlagenBegriffliche Einordnung der besonderen Konstitution - Mögliche Auswirkungen einer besonderen Konstitution - Schadensanlage und Schadensanfälligkeit2. Rechtliche Behandlung der SchadensanfälligkeitVorüberlegungen - Grundsatz der Unbeachtlichkeit - Begrenzung über die allgemeinen Tatbestandsvoraussetzungen - Haftungsbegrenzung in der Schadensberechnung - Besonderheiten im Arzthaftungsrecht3. Das berufsspezifische RisikoBegriffseinordnung - Rechtliche Behandlung des berufsspezifischen Risikos - Abgrenzungen - Beschränkungen und alternative Lösungswege - Abschließende Bewertung der RechtsprechungErgebnisse der Untersuchung und zentrale Thesen Carla Fleißner studied law and economics at the University of Mannheim. After completing the LL.B. programme in 2018 she passed the First State Exam in 2021. From 2021 to 2024 she was employed as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Mark Makowsky. In October 2024 she started her legal clerkship at the district Higher Regional Court of Karlsruhe. In autumn 2025 she received her doctorate in law.



