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- > 20th century (1914-1955/49)
Description
Anders als sein Bruder Claus hat Berthold Schenk Graf von Stauffenberg keinen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Deutschen gefunden. Die Skizze gibt ihm Gestalt und Stimme, indem sie ihn als Völkerrechtler, Anhänger des Dichters Stefan George und Vertrauten von Claus zeigt. Der »stille« Stauffenberg lebte im Bannkreis Georges und dessen Vision eines »Neuen Reiches«. Vor allem die Kriegsverbrechen führten ihn in den aktiven Widerstand. Nach dem Scheitern des Aufstandsversuchs des 20. Juli 1944 wurde er als Mitverschwörer hingerichtet. »The quiet Stauffenberg. The Conspirator, Follower of Stefan George and International Lawyer Berthold Schenk Graf von Stauffenberg«: Berthold Schenk Graf von Stauffenberg has not found a permanent place in the German collective memory. Presenting him as a confidant of his brother Claus, as an outstanding international lawyer and as a follower of the poet Stefan George, this sketch gives shape and voice to the »quiet« Stauffenberg. Since his introduction to George, he has lived under his spell. In the »Third Reich«, the war crimes in particular led into active resistance by, above all, the criminal war of annihilation. After the failed assassination attempt of July 20, 1944, he was executed as one of the co-conspirators. I. PrologII. EinleitungIII. Eine Jugend mit GeorgeHerkunft und Kindheit - Gymnasium und Heimat, Stuttgart und Lautlingen - Begegnung mit dem Dichter - Im Bann von Stefan George - Studium, Freundschaften, Reisen - Promotion und BerufszielIV. Völkerrechtler im Vorkriegs-Berlin und im HaagEintritt in das Berliner Völkerrechtsinstitut - Anfangserfolge und Missverständnisse - Am Ständigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag - Ein deutscher Mann der Wissenschaft - Die geöffnete Büchse der Pandora - Institutskarriere und »hintergründige Weite«V. Völkerrechtsinstitut und George-Kreis in der Diktatur»Die Entziehung der Staatsangehörigkeit« (1934) - Grenzen der Sensibilität und der Wissenschaftsfreiheit - »Die Vorgeschichte des Locarno-Vertrages« (1936) - Auslegung, Begründung, Erkenntnisinteresse - Berthold Stauffenberg als Nacherbe von Stefan George - Inspirierter Dienst am Dichter und an dessen KreisVI. Ein kämpferischer KriegsrechtsexpertePrisenordnung und U-Bootkrieg - Recht und Politik im Bauche Leviathans - Im Vorausschuss Kriegsrecht - Weitere Schritte der RegimegegnerVII. Völkerrecht und »Judenfrage« im KriegKriegsschauplatz Völkerrecht - Eine neue Quelle: Beate Schiemann - Der George-Kreis vor der »Judenfrage« - Statthalter im Reich des DichtersVIII. Im Zentrum der VerschwörungMoltke und Berthold Stauffenberg - Moral und Recht des Tyrannenmords - Gelebte Brüderschaft - Der »Schwur« als Bekenntnis und Vision - Der Zwanzigste JuliIX. Epilog Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Graf Vitzthum, LL.M., 1941 geboren, studierte Rechtswissenschaften in Berlin (FU), Freiburg i.Br. und New York (Columbia). Nach Promotion und Habilitation (Freiburg i.Br.) wurde er 1978 an die Münchner Universität der Bundeswehr berufen. Von 1981 bis zur Emeritierung 2009 hatte er den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht in Tübingen inne. Im Mittelpunkt vieler seiner Arbeiten steht der Staat, u.a. seine föderale Gliederung, völkerrechtliche Umhegung und maritime Ausdehnung. Graf Vitzthum hat das Lehrbuch Völkerrecht und das Handbuch des Seerechts herausgegeben. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Stefan George Stiftung, ausgezeichnet mit einem Ehrendoktor (Aix-Marseille) und einem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. »Der Verfasser hat mit seiner Darstellung eine doppelte Forschungslücke geschlossen: Zur Geschichte des Völkerrechts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ebenso wie zur Erforschung des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.« Prof. Dr. Hans-Christof Kraus, in: Das Historisch-Politische Buch, 2/2025 »Was sich aus der Lektüre des Buches als Triebfeder zum Handeln für die Stauffenberg-Brüder herauskristallisiert, ist der Drang, handeln zu müssen, um vor sich selbst bestehen zu können, also ein aus moralischem Empfinden und aus Vaterlandsliebe geborener Zwang zur Tat, auch wenn es das eigene Leben kostet. Dies macht das für unsere heutige Gesellschaft Erinnerungswürdige von Tat und Täter aus, und es ist ein Verdienst des Autors, die Gestalt des zurückhaltenden, aber mutigen Berthold Graf von Stauffenberg in ein helleres Licht gerückt zu haben.« Ulrich Lucks, in: Neue Zeitschrift für Wehrrecht, 3/2025 »Wolfgang Graf Vitzthum hat diesem weniger bekannten Verschwörer hier ein angemessenes Denkmal gesetzt. Die ständige Rückbindung an Stefan George und sein Denken mag man hier und dort etwas hinterfragen, aber gleichwohl dürfte das schmale Bändchen auf Jahre hinaus das Standardwerk über Berthold Graf Stauffenberg bleiben.« Prof. Dr. Winfried Heinemann, in: Militärgeschichtliche Zeitschrift, Bd. 84, 1/2025



