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- > 20th century (1914-1955/49)
Description
Im frühen Bismarckreich vollzog sich eine der großen Reformphasen in der neueren deutschen Geschichte, an der die Nationalliberalen großen Anteil hatten. Getragen wurde das liberale Modernisierungsprogramm von einem Politikstil, der weite Teile des Bürgertums inhaltlich ansprach, doch schon rasch seine Überzeugungskraft verlor. Untersucht wird, wie Zukunftsversprechen eine Partei großmachen können, wie schnell aber auch der Einfluss auf Deutungshoheit in der Politik verloren gehen kann. »Liberal Thinking. The Struggle for Sovereignty of Interpretation. The Political Style of National Liberalists in the Early Bismarckian Empire«: The early Bismarckian era saw one of the great reform phases in modern German history, in which the National Liberals played a major role. The liberal modernization program was supported by a political style that appealed to large sections of the mid-dle classes, but quickly lost its persuasive power. The study examines how promises for the future can make a party great, but also how quickly the influence on interpre-tative sovereignty in politics can be lost. I. Überlegungen zum »politischen Code« der NationalliberalenII. Der Paradigmenwechsel im StaatsrechtIII. Mangelnde Verfestigung der nationalliberalen Organisationsstruktur und ihre Auswirkung auf die politische SchlagkraftIV. Die organische Ausweitung der Reichsverwaltung und ihre verfassungsrechtlichen ImplikationenV. Die Suche nach liberalen Politikangeboten - Vorgedanken zur Rekonstruktion einer liberalen ProgrammspracheVI. Kulturkampf, nationale Parole und »organische« Fortentwicklung des Staatswesens - Grundzüge des nationalliberalen PolitikstilsVII. Strukturelle Schwächen des liberalen Sprachcodes: Das »Reichsmilitärgesetz« - ein altes Problem mit neuer WahrnehmungVIII. Der Kampf um den liberalen Markenkern am Beispiel des BankgesetzesIX. An der Grenze zum Machbaren - und ein wenig darüber hinausX. Liberaler Politikstil am Fuße des Staates - Selbstverwaltung, Kommunalliberalismus und der Versuch des reformorientierten Umbaus der Behörden auf den unteren VerwaltungsebenenXI. Nationalliberaler Politikstil unter dem Eindruck einer aufziehenden WirtschaftskriseXII. Innerfraktionelle Spannungen und Bismarcks erste ReformgedankenXIII. Die langen Schatten des »Gründerschwindels«XIV. Die Nationalliberalen geraten ins Hintertreffen - Bismarck stellt sich neu aufXV. Der Anfang vom Ende - Die Reichsjustizgesetze und der Streit unter den liberalen FraktionenXVI. Neuorientierung des Nationalliberalismus - auf der Suche nach neuen StilmittelnXVII. Das Scheitern des nationalliberalen Politikstils. Teil 1: Der Verlust des liberalen MarkenkernsXVIII. Das Scheitern des nationalliberalen Politikstils. Teil 2: Fehlende Kompromissbereitschaft und mangelnde Führung Ansgar Lauterbach studied History, Political Sciences and Sociology at the University of Heidelberg. Scholarship holder of the Friedrich Naumann Foundation. Doctorate in history at the University of Tübingen in 1999. Subsequently Managing Director for Germany at Select Appointments PLC (London). 2004 Foundation and ownership of the DAL Holding Group. Sale of the group to Derichebourg S.A. (Paris) in 2015. Thereafter Managing Director of the Group in Germany. Since 2021 founder and co-owner of ALC Consulting (Berlin) and CALL Tech Ltd. (London). Various publications, incl.: Die Nationalliberale Partei in der Reichsgründungszeit (2000). »Lauterbach legt eine überzeugende Studie zur politischen Performanz, den Handlungsspielräumen der Nationalliberalen und deren auf lange Sicht betriebenen Versuch zur Errichtung einer parlamentarischen Monarchie und dessen Scheitern vor. Es bleibt zu wünschen, dass die Arbeit den Anstoß für weitere Publikationen im Bereich der Liberalismusforschung im Kaiserreich, so beispielsweise für eine umfangreichere Arbeit zu den Nationalliberalen 1878 bis 1918 oder zum Liberalismus in zahlreichen deutschen Bundesstaaten, gibt.« Michael Kitzing, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 2/2024



