Description
Die Schrift beleuchtet das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung insgesamt. Neben umstrittenen formellen Fragen wie derjenigen der Prozessvoraussetzung und der gerichtlichen Überprüfbarkeit, ist es das vorrangige Anliegen, den materiellen Bedeutungsgehalt dieses Begriffs zu beleuchten. Hierzu wird das Verhältnis zum »öffentlichen Interesse« untersucht und ein eigenständiger Ansatz zur Begriffsbestimmung erarbeitet, der den Strafantrag in den Fokus der Auslegung rückt. »The Particular Public Interest in Prosecuting Limited Application Offenses«
The thesis deals with the particular public interest in prosecuting limited application offenses. In addition to controversial formal questions such as those of the process requirements and judici-al verifiability, the primary concern is to examine the content-related meaning. For this purpose, the relationship to the public interest is examined and an independent approach to the defi-nition of the term is developed, focusing the interpretation on the criminal complaint. 1. Einleitende Ausführungen: Einleitung und Schwerpunkte der Dissertation - Das relative Antragsdelikt
2. Das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung in der heutigen Rechtspraxis nebst Kritik: Handhabung durch Staatsanwaltschaft und Rechtsprechung - Kritik
3. Die Auslegung des Allgemeinen Teils de lege lata: Die Charakterisierung des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung - Zur Frage der gerichtlichen Nachprüfbarkeit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, wegen des besonderen öffentlichen Interesses sei ein Einschreiten von Amts wegen geboten - Konsequenz für weitere Umstände des Allgemeinen Teils - Folgen des Wegfalls der Prozessvoraussetzung - Zur Reichweite des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung - Das Verhältnis zum gestellten Strafantrag
4. Der Besondere Teil des besonderen öffentlichen Interesses: Die Notwendigkeit einer begrifflichen Auslegung - Darstellung der Methode der derzeitigen Auslegung des besonderen öffentlichen Interesses - Überprüfung der Tauglichkeit des »öffentlichen Interesses« als Auslegungsbasis für das besondere öffentliche Interesse - Eigener Lösungsvorschlag zur inhaltlichen Auslegung des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung
5. Relatives Antragsdelikt und Verfahrenseinstellung aus Opportunitätsgründen
6. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse - Ausblick - Die Ausgestaltung de lege ferenda - Festlegung auf das tatsächliche Bestehen eines besonderen öffentlichen Interesses
Literatur- und Stichwortverzeichnis Martin Linke studied law at the University of Potsdam from 2011 to 2016 and passed the 1st state examination in September 2016. He then began to write his thesis. From May 2017 to April 2020 he was also employed as a research assistant at the Chair for criminal law including juvenile criminal law and criminology (Prof. Dr. Wolfgang Mitsch), while also working for the junior professorship for criminal law (Prof. Dr. Anna H. Albrecht) from October 2017 to July 2018. From February 2019 to February 2021 he completed the legal preparatory service in Potsdam and passed the 2nd state examination in February 2021. »Können hier nur einzelne Aspekte der lesenswerten Monografie knapp angesprochen werden, so liegt Linkes Verdienst sicher darin, aufgezeigt zu haben, dass die Ausgestaltung der gegenwärtig geltenden Verfolgungsregelung nicht zu überzeugen vermag. Mit gelungener
Argumentation bietet er Lösungsmöglichkeiten an, vor allem, das Bestehen eines besonderen öffentlichen Interesses als alleinigen Parameter der Verfolgungsvoraussetzung anzuerkennen.« Prof. Dr. Michael Soine, in: Archiv für Kriminologie, Bd. 248, 3 u.4/2021



