Description
Die Arbeit stellt eine Intervention zur Prozeduralisierung des Untreuetatbestands ( 266 StGB) anhand des Merkmals der Transparenz dar. Auf Grund einer historischen, kriminologischen und systemtheoretischen Analyse und nach Systematisierung der Kritik an der Untreue stellt der Autor ein neues Konzept eines prozeduralen Untreuestrafrechts im Rahmen einer lex ferenda vor, welches nicht zuletzt Vorbildfunktion für die Prozeduralisierung weiterer Delikte des Wirtschaftsstrafrechts haben soll. »Breach of Trust and Transparency. An Intervention for the Proceduralization of the Lex Lata (Section 266 German Criminal Code)«The present study represents an intervention for the proceduralization of the German criminal offence of »breach of trust« (section 266 German Criminal Code) on the basis of transparency as the procedural criterion. Based on a historical, criminological, and system-theoretical analysis and after systematizing the criticism of the German criminal offence of »breach of trust«, the author presents a concept of a procedural criminal law on »breach of trust« within the framework of a lex ferenda, thereby serving as an example for the proceduralization of other white collar offenses. Einführung: Forschungshypothese, Gang der Untersuchung und TransparenzmerkmalDie Wahl des Themas - Obligatorisches zu 266 StGB - Die Forschungshypothese - Weitere Ziele der Untersuchung: Kriminologie, Prozeduralisierung und systemtheoretische Analyse des Wirtschaftsstrafrechts - Der Gang der Untersuchung - Begriffliche Grundlegung1. Grundlegung: Der Zusammenhang zwischen Untreue und TransparenzDie Grundlage der Forschungshypothese: Der Wirkungszusammenhang zwischen Untreue und Transparenz - Die Struktur des Untreuetatbestandes - Zusammenfassung der Ergebnisse2. Rechtstatsächliche Analyse des 266 StGB in Bezug auf prozedurale Elemente der StrafbarkeitEinführung - Zum Begriff prozeduralen Untreuerechts - Prozedurales Strafrecht bei Andreas Eicker - Das Konzept des »rechtsfreien Raums« bei Arthur Kaufmann - Prozedurales Strafrecht bei Albin Eser - Prozedurales Strafrecht bei Winfried Hassemer - Eigene Definition von (hypothetischer) Prozeduralität bei der Untreue - Untersuchung des 266 StGB auf hypothetische Prozeduralität - Ergebnis: Systematisierung der Kritik an der Untreue in Praxis und Theorie3. Vorschläge zu einer lex ferendaAusgangspunkt - US-amerikanisches Recht - Geldwäschestrafrecht - Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs, 218a StGB - Notwendigkeit einer Prozeduralisierung und Eignung des Transparenzmerkmals als prozedurales Entscheidungskriterium - Alternativkonzepte - Legitimation einer gesetzlichen Prozeduralisierung bei 266 StGB - Konkreter Vorschlag einer lex ferenda - ZusammenfassungLiteraturverzeichnisStichwortverzeichnis Dominik Waldvogel studied law at the University of Tuebingen, Valparaiso University (USA), and the Ludwig-Maximilians-University Munich where he did his doctorate under the supervision of Prof. Dr. Joachim Vogel and Prof. Dr. Helmut Satzger with a scholarship of the German Business Foundation (Stiftung der Deutschen Wirtschaft). Dominik Waldvogel completed his legal clerkship at the District Court of Munich (Landgericht München I) and has been working as an attorney at law in Germany and the US since 2014. »Insofern ist die Arbeit von Waldvogel ein sowohl inhaltlich als auch methodisch sehr lesenswerter und bereichernder Forschungsbeitrag auf dem noch viel zu wenig beschrittenen Weg, das prozedurale Strafrecht und die Rechtsprozeduralisierung wissenschaftlich zu durchdringen.« Prof. Dr. Andreas Eicker, in: Neue Kriminalpolitik, Jg. 33, 3/2021



