Description
Das Buch befasst sich erstmals mit Haltungen und Rollen von Anhängerinnen der kroatischen faschistischen Ustasa-Bewegung. Diese Frauen waren tief in die Gründung, Gestaltung und somit auch Verbrechen des Unabhängigen Staates Kroatien von 1941 bis 1945 verstrickt. Aus einer Doppelperspektive von Frauenbildern und tatsächlich gelebten Frauenrollen, fragt die Autorin danach, wie Frauen mit der oftmals paradoxen Wirklichkeit im Ustasa-Staat umgegangen sind, welche Weiblichkeitsbilder sie selbst propagierten und inwiefern sie diese tatsächlich lebten. »Involvement. Participation. Injustice«The book details for the first time the political stances and courses of action taken by female activists of the Croatian fascist Ustasa Movement, as women were also deeply entrenched in the founding, formation and therefore the crimes committed by the Independent State of Croatia between 1941-1945. From a dual perspective of how women were seen by the Ustasa and which roles they actually played, the author explores which feminine ideals were propagated by the Ustasa state and to what extent women fulfilled them. Interviews with prominent members of the Ustasa Movement have furthermore shed light on how female supporters of the Ustasa Movement look back on and evaluate their past. A. EinleitungB. Historischer Kontext (1918-1945)Die Entstehung der Ustasa-Bewegung - Der Unabhängige Staat Kroatien - Diskriminierungsmaßnahmen, Verbrechen und Völkermord - Die jugoslawische WiderstandsbewegungC. Ustasa-Gefolgsfrauen in der »Kampfzeit« (1930-1941)Die »Erstkämpferinnen« - Die Revolutionäre Ustasa-Frauenaktion - Das politische Exil - Untergrundarbeit der Marija Pavelic und ihrer Kinder in Italien - Der Königsmord und »Die schöne Blonde«D. Aspekte des »Frauenlebens« im USK: Zwischen Glorifizierung, Instrumentalisierung, Anfeindung und GewaltDer Ustasa-Mutterkult: Verherrlichung und Realität - Forcierung von Geburten und die Förderung von Familien zum Erhalt der »reinen Rasse« - Die Frau als »Volkskörper« und EroberungsterrainE. Die Ustaskinje: Mädchen und Frauen in der BewegungUstasa-Jugendorganisationen: Von der Schülerin zur Studentin - Der Weibliche Zweig der kroatischen Ustasa-Bewegung - Frauen der Familie Pavelic im Schatten der PolitikF. Frauen im Militärwesen und im Ustasa-Aufsichtsdienst»Helferinnen« des Militärs - Die Luftstreitkräfte und ihre Pilotin Katarina Kulenovic-Matanovic - Frauen im Ustasa-AufsichtsdienstG. SchlussbetrachtungInterviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Aussprache der kroatischen BuchstabenQuellen- und LiteraturverzeichnisBildnachweis, Personenregister Martina Bitunjac holds a Ph.D. in modern history and in the history of Europe from the Humboldt University of Berlin respectively the Sapienza University of Rome. She is working as a researcher and is the managing editor of the »Journal of Religious and Cultural Studies / Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte« at the Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies. She is also a docent at the University of Potsdam. Her academic interests include gender studies, Jewish history, as well as the history of Southeast Europe. »Bitunjac offers a detailed portrayal and analysis of women's organizations in the NDH, keenly probing the contradictions inherent in a fascist regime wishing to strengthen patriarchal values while simultaneously mobilizing women. [...]Martina Bitunjac's volume can stand proudly next to such works as Claudia Koonz's Mothers in the Fatherland (1986) and Amy Carney's Marriage and Fatherhood in the Nazi SS (2018).« Christian A. Nielsen, on: Holocaust and Genocide Studies, Vol. 33, Issue 3/2019 (published by Oxford Univesity Press in association with the United States Holocaust Musueum) »Bitunjac hat ein sehr interessantes und lesenswertes Buch geschrieben, das dem Leser bzw. der Leserin die Möglichkeiten und Grenzen der weiblichen Beteiligung in der Ustasa aufzeigt. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft andere Arbeiten bestimmte Teilaspekte des Themas vertiefen werden.« Dr. Sanela Schmid, in: Südost-Forschungen, Bd. 78/2019 »Mit der vorliegenden Publikation über 'Frauen und die Ustasa-Bewegung' (von kroatisch ustanak, Aufstand), die 2013 bereits auf Italienisch erschienen ist, schließt sie eine Forschungslücke, die über Jahrzehnte offengeblieben ist.[...] Insgesamt ist Martina Bitunjac eine Studie mit vielen interessanten Einblicken in die Lebenswelten von Frauen im USK gelungen.« Franziska Anna Zaugg, in: L'HOMME. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft, Bd. 30, Heft 2/2019 »Es handelt sich um ein interessantes, gut geschriebenes und auf Quellen qualitätsvoll fundiertem Buch, das zahlreiche neue Erkenntnisse über einen Aspekt der Geschichte der Ustasa-Bewegung und des Unabhängigen Staates Kroatien aufzeigt.« 'Rijec je o zanimljivoj, dobro napisanoj i na izvorima kvalitetno utemeljenoj knjizi koja donosi brojne nove spoznaje o jednom aspektu povijesti Ustaskog pokreta i NDH.' Nikica Baric, in: Casopis za suvremenu povijest (Zeitschrift für Zeitgeschichte), 2/2018



